ÖSV-Asse motiviert

Scheib als Ansporn? „Kann dann auch schnell gehen“

Ski Alpin
15.03.2026 07:00
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der Gewinn der Riesentorlauf-Saisonwertung durch Julia Scheib ist für Ski Austria nicht nur der langersehnte Erfolg, sondern soll auch eine Initialzündung für künftige ähnliche Errungenschaften sein. In der Stunde des Triumphs blickte nicht nur die Athletin selbst schon auf die nächste Saison voraus, sondern auch die Trainerschaft und Teamkolleginnen wie Routinier Stephanie Brunner wollen den Coup zum Anlass nehmen, nachzusetzen und noch einen draufzulegen.

„Diese Kugel bedeutet sehr viel“, erklärte ÖSV-Alpinchef Christian Mitter. „Man sieht einfach, was alles gehen kann. Vor zwei, drei Jahren wäre das wahrscheinlich von allen acht kleinen Kugeln die unwahrscheinlichste gewesen. Und jetzt steht man da mit der besten Riesentorläuferin der Welt. Das soll auch Ansporn sein, dass man sieht, es kann dann auch schnell gehen, wenn man seine sieben Zwetschken beieinander hat.“ Das gelte vor allem für junge Aktive.“ ÖSV-Cheftrainer Roland Assinger sieht das auch so: „Wir haben einige im Europacup, die auf einem guten Weg sind.“

Mitter: „Andere können sich im Schatten entwickeln“
So weit hinunter müsse man aber nicht schauen. Nina Astner habe aufgeschlossen und auch in der 32-jährigen Brunner schlummere noch etwas, wie der Kärntner sagte. „Wir müssen schauen, dass wir das erwecken. Sie hat großes Potenzial. Wir haben die Weltbeste im eigenen Haus, da kann man sich im Training anlehnen.“ Mitter: „Wenn man so einen Schirm vor sich hat, eine Athletin einen Schatten wirft und den Dampf ein bisschen herausnimmt, können sich andere im Schatten entwickeln. Für die Arrivierten ist es immer gut, wenn man die Beste in der Mannschaft hat.“

NIna Astner
NIna Astner(Bild: GEPA)

Brunner will davon profitieren. „Es ist immer gut, wenn man die beste Skifahrerin in der Gruppe hat. Da kann man sich einfach im Training anhalten. Ich sehe auch, dass ich teilweise (mit Scheib, Anm.) mithalten kann. Da bin ich im Rennen noch weit weg, aber die Saison ist noch nicht zu Ende.“ Nach ihrer Olympia-Enttäuschung habe sie sich drei Wochen rausgenommen, auch an ein Karriereende gedacht. „Es war keine einfache Zeit. Aber ich habe mich aufgerappelt und gedacht, ich kämpfe einfach weiter. Dann wird hoffentlich noch einmal ein schönes Ergebnis rausschauen.“

Mitter sah den Erfolg auch als schön für Assinger, nachdem dieser im vergangenen Jahr mit Kritik aus dem eigenen Athletinnen-Lager konfrontiert gewesen und seine Ablöse in der Öffentlichkeit diskutiert worden war. „Es ist auch für ihn sehr cool. Er stellt die Mannschaften auf, er holt die Trainer, auch den Martin Sprenger“, verwies Mitter auf den Sparten-Chefcoach. Assinger selbst reagierte auf Scheibs Erfolg äußerst emotional. Die Antwort auf die Frage nach der Bedeutung für ihn nach jener Vorgeschichte war dann eindeutig: „Das tut sehr gut.“

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