Seit Tagen hält der Fall Stefi die Steiermark in Atem. Ausgerechnet zum Beginn der Kampagne „16 Tage gegen Gewalt“ verschwand die Grazer Influencerin spurlos. Befürchtet werden muss mittlerweile leider ein Femizid – einer von so vielen in den vergangenen Jahren in unserem Bundesland.
Man hofft und bangt mit den Eltern von Stefanie P., jener 32-jährigen Grazerin, die Sonntagvormittag spurlos verschwand. Da bis dato keine Hinweise auf ihr Ableben gefunden wurden, besteht nach wie vor die Chance, dass Mutter, Vater und Freunde die allseits beliebte Influencerin wieder in die Arme schließen können. Dennoch gehen slowenische und steirische Polizisten mittlerweile leider davon aus, dass ihr etwas Schreckliches zugestoßen ist – zumal ihr Ex-Freund, ein 31-jähriger Slowene, sich überaus verdächtig verhielt und seit seiner Verhaftung eisern schweigt.
Ausgerechnet am Dienstag, als die landesweite Kampagne „16 Tage gegen (Frauen-)Gewalt“ startete, gab es die ersten Meldungen über Stefis ungeklärtes Schicksal. Quasi als Bestätigung dafür, dass es jede Frau treffen kann – unabhängig von ihrem Alter, Beruf oder Familienstand. Jede dritte Steirerin wird im Laufe ihres Lebens zum Opfer von Übergriffen, am häufigsten durch einen Partner oder ehemaligen Partner. Experten gehen überhaupt davon aus, dass die Dunkelziffer noch weit höher liegt, weil viele Betroffene über ihre furchtbaren Erfahrungen nicht sprechen können oder wollen. Dazu kommen noch neue, perfide Formen von Gewalt wie Cyberstalking oder Cybermobbing.
Noch bis zum 10. Dezember läuft die landesweite Aktion zur Bewusstseinsbildung, und sie ist wichtiger denn je: Denn wer bei Gewalt gegen Frauen wegschaut, macht sich mitschuldig!
Kommen Sie sicher durch diesen Samstag.

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