Gespräch mit Mamdani

Trump empfängt seinen „Albtraum“ im Weißen Haus

Außenpolitik
21.11.2025 08:52
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump hatte den neuen New Yorker Bürgermeister während des Wahlkampfs in der Ostküstenmetropole als „Kommunist“ beschimpft und mit der Einbehaltung der Bundesmittel für die Stadt gedroht. Doch nun geht der Republikaner einen Schritt auf Zohran Mamdani und empfängt ihn im Weißen Haus.

Beide hatten den für Freitag geplanten Besuch im Voraus angekündigt. Beim Sender MS NOW erklärte Mamdani, man habe sich mit dem Weißen Haus in Verbindung gesetzt, weil man sich mit jedem treffen wolle, solange es zum Vorteil der 8,5 Millionen New Yorker sei, die sich in der teuersten Stadt der USA ihren Alltag leisten müssten.

Von manchen Anhängern wird Mamdani, der zum Jahreswechsel sein neues Amt antreten wird, als Anti-Trump bezeichnet. Der US-Präsident bezeichnet den linken Demokraten als „Kommunisten“. Mamdani hatte seinerseits gegen Trump ausgeteilt.

Überraschende Kehrtwende von Trump
Es handelt sich um eine überraschende Kehrtwende: Kurz vor dem Urnengang am 4. November hatte der US-Präsident noch einmal verzweifelt versucht, Einfluss auf den Ausgang zu nehmen – und der Stadt mit finanziellen Konsequenzen gedroht. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: „Wenn der kommunistische Kandidat Zohran Mamdani die Wahl zum Bürgermeister von New York City gewinnt, ist es höchst unwahrscheinlich, dass ich meiner geliebten Heimatstadt mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbeträge an Bundesmitteln zukommen lasse.“

Zohran Mamdani will mit seinem Widersacher Donald Trump sprechen und hofft dabei auf eine ...
Zohran Mamdani will mit seinem Widersacher Donald Trump sprechen und hofft dabei auf eine Kooperation, um das Leben der New Yorker Bevölkerung zu verbessern.(Bild: AFP/ANGELA WEISS)

Mit Mamdani im Amt, so Trump weiter, hätte „diese einst so großartige Stadt KEINE Chance auf Erfolg oder auch nur Überleben“. Die New Yorker sehen das aber anscheinend anders: Der 34-jährige Demokrat mit indisch-ugandischen Wurzeln hat bei einer Wahlbeteiligung von zwei Millionen Menschen – die höchste seit einem halben Jahrhundert – über 50 Prozent der Stimmen gewonnen.

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