Mo, 20. August 2018

300 Leiharbeiter

15.12.2013 10:41

Job-Abbau bei Magna in Graz

Die Fahrzeugzulieferer-Branche erlebt aktuell schwierige Zeiten. Wegen hoher Energie- und Lohnkosten drohen Abwanderung und Jobverluste, warnen die Verantwortlichen. Im kommenden Jahr wird Magna daher Leiharbeiter in großem Stil abbauen.

Erst diese Woche hatten sich die Zulieferbetriebe mit einem Aufschrei an die Öffentlichkeit gewandt: Seit 2010 habe man in Österreich zehn Prozent an Wettbewerbskraft verloren, im Bereich der Lohn- und Energiekosten, aber auch bei Logistik und Fachkräften sei Österreich im internationalen Vergleich weit zurückgefallen. Die Folge: Abwanderung und Kündigungen.

Der Zulieferer Magna Steyr mit Sitz in Graz-Thondorf – immerhin größter privater Arbeitgeber in der Steiermark – verordnet sich daher für das kommende Jahr einen strikten Sparkurs. Wie die "Steirerkrone" erfuhr, werden ab Februar 2014 pro Gruppe fünf Leiharbeiter entlassen – das sind in Summe 300 Mitarbeiter!

Auch beim Schichtbetrieb soll es den Planungen zufolge Umstellungen geben. Der Grund für den Personal-Abbau liegt in den sinkenden Fertigungskapazitäten: Bis zum heurigen Jahresende sollen 140.000 Fahrzeuge von den weiß-grünen Bändern rollen, um einige Tausend mehr als im Jahr davor. 2014 dürften es allerdings wieder deutlich weniger werden – internen Schätzungen zufolge gut 106.000. Die Fertigung umfasst derzeit die Mini-Modelle Paceman und Countryman, das beliebte G-Modell von Mercedes, den RCZ von Peugeot sowie die Karosserie des Mercedes SLS AMG.

Im Werk selbst hat man großteils Verständnis für die Maßnahmen, doch bei den Leiharbeitern herrscht freilich gedrückte Stimmung. Keine leichte Situation – so kurz vor Weihnachten...

"Schichtplan-Änderung"
Auf "Steirerkrone"-Anfrage bestätigte Magna-Sprecherin Lea Treese am Samstag diese Pläne: Eines der Programme für die Auftragsfertigung werde seinen Schichtplan ändern, "daher entfallen im Zuge dieser Änderung ab Anfang Februar leider etwa 300 Leiharbeitsstellen". Bereits Anfang 2013 habe man die Betroffenen darüber informiert; Europa-Chef Günther Apfalter dankte den Arbeitern ausdrücklich für ihren Einsatz.

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