Sa, 18. August 2018

"Ganz weit hinten"

04.12.2013 14:37

Teenie-Loser erlebt seinen coolsten Sommer

Duncan will nur widerwillig erwachsen werden. Der unsichere 14-Jährige steckt mitten in der Pubertät. Und das ist ja nun wirklich kein Spaß. Der Coming-of-Age-Film "Ganz weit hinten" (Kinostart: 6. Dezember) zeigt am Beispiel dieses Protagonisten, was Jugendliche alles so durchmachen und wie viele vermeintlich peinliche Situationen sie überwinden müssen, bis sie sich wohl in ihrer Haut fühlen.

Darin liegt das große Identifikationspotenzial dieser Geschichte. Die Gefühlswelt, in der Duncan steckt, kennen wohl unzählige Teenager und natürlich auch Erwachsene, die schließlich selber mal jung waren. Das einfühlsame Werk des Regie- und Drehbuchduos Nat Faxon und Jim Rash ("The Descendants") beginnt mit einem ironischen Konflikt.

Duncan (Liam James) hat sich eigentlich riesig auf die Ferien gefreut. Doch nun würde er den Sommerurlaub am liebsten ausfallen lassen. Das liegt vor allem an Trent (Steve Carell), dem neuen Freund seiner Mutter Pam (Toni Collette). Der trampelt schon auf der Fahrt in sein Strandhaus nur auf Duncan rum, seine Tochter Steph behandelt den Teenie wie einen idiotischen Langweiler. Und dann blamiert er sich auch noch vor der süßen Nachbarin Susanna.

Höchste Zeit, dem allen zu entfliehen. Auf einer Radtour entdeckt Duncan eine altmodische Badelandschaft, den Freizeitpark Water Wizz. Er schleicht sich hinein, und diese Entscheidung verändert alles: Er freundet sich mit dem flippigen Bademeister Owen (Sam Rockwell) an, der ihm kurzerhand einen Job als Aushilfe anbietet und damit neues Selbstvertrauen gibt. Als Susanna Duncans Geheimnis entdeckt, schließen die beiden Jugendlichen eine innige Freundschaft - oder sogar mehr? Jedenfalls scheint der verkorkste Sommer für Duncan doch noch schön zu werden.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Es ist dies der sympathische Selbstfindungstrip eines unbeholfenen Teenagers, der seine Lebenskoordinaten erst abstecken muss. Wie das Regie-Duo Faxon-Rash das Unschlüssige und Umständliche jugendlicher Verunsicherung umkreist, ist bisweilen ein bisschen langatmig, zeugt jedoch von Feinfühligkeit. Aus dem Jungen könnte was werden, packt er doch Charisma und authentische Zerknirschtheit in seinen Part.

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