Für bis zu 150 Mio.

Facebook schluckt Firma für Nutzerdatenanalyse

Web
14.10.2013 16:37
Facebook, weltweit größtes soziales Netzwerk, will das israelische Software-Unternehmen Onavo übernehmen. Dies haben die Gründer der Tel Aviver Start-up-Firma am Montag bekannt gegeben. Onavo ist spezialisiert darauf, Daten zu komprimieren und das Nutzerverhalten in der Mobilkommunikation zu analysieren. Nach israelischen Medienberichten liegt der Kaufpreis umgerechnet zwischen 75 und 150 Millionen Euro.

Onavo wurde 2010 von Guy Rosen und Roi Tiger gegründet, die nach Angaben der Onlineausgabe der Tageszeitung "Haaretz" zuvor ihren Militärdienst in der elektronischen Aufklärungsabteilung "Unit 8200" der israelischen Streitkräfte geleistet hatten.

Die Firma entwickelt kostenlose Apps, die es Smartphone-Nutzern erlauben, große Dateien in der Cloud zu komprimieren, bevor sie heruntergeladen werden. Das senkt nach Firmenangaben bei Aufenthalten im Ausland die Roaming-Gebühren um bis zu 80 Prozent.

Standort in Israel bleibt bestehen
Zudem hat die Firma "Onavo Insights" entwickelt, das sich an Geschäftskunden richtet. Die kaufen bei "Onavo Insights" zuvor anonymisierte Messdaten zum Nutzerverhalten bei eigenen Applikationen und Konkurrenzprodukten. Diese Daten gewinnt Onavo über seine Gratis-Apps, die bereits von Millionen Handybesitzern genutzt werden.

Besitzer von Onavo waren bisher neben Rosen und Tiger mehrere Kapitalgeber, die laut Haaretz.com etwa zehn Millionen Euro in das Start-up investiert hatten. Laut Unternehmensangaben soll die Entwicklungsabteilung mit 30 der 40 Beschäftigten in Tel Aviv bestehen bleiben und zum neuen Hauptstandort von Facebook in Israel werden.

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