06.08.2013 11:00 |

Glanz im Outback

Maserati-Überraschung für großes & kleineres Geld

Wo werden Maseratis verkauft? In den Metropolen dieser Welt, wie Rom, Berlin, London, Wien, ja, das erwartet man. Und dann bekomme ich eine Einladung zum Maseratifahren ins oberösterreichische Outback nach Redl-Zipf, hinter Vöcklabruck. Dort hat's mich dann fast aus den Socken gehauen, bevor ich mich ans Steuer des Quattroporte gesetzt habe.

Mitten am Land weisen unauffällige Schilder den Weg von der Frankenburger Landesstraße zu Schuster Sport- & Classiccars – und plötzlich taucht eine ebenso moderne wie riesige Halle voll der schönsten und teuersten Maseratis und Ferraris vor mir auf. Mit dieser Pracht habe ich nicht gerechnet.

Ein Ferrari 458 Spider, ein Ferrari FF, ein 430 Scuderia und noch viele Maranellesen mehr auf der einen Seite, fein säuberlich getrennt eine ganze Mannschaft an Maseratis, also Brüdern im Motore, auf der anderen. Auf der Hebebühne der Werkstatt entdecke ich dann auch noch einen ganz besonderen Ferrari: Ein 599 GTB Alonso-Edition. Von dem gibt es weltweit 40 Stück, in Österreich nur diesen einen, und der geht glatt als Schnäppchen durch. 299.000 Euro soll er mit 4.000 Kilometern auf der Uhr kosten – sein Besitzer hat vor acht Monaten 400.000 Euro gezahlt, will aber schon wieder den nächsten haben. Taugt als Wertanlage.

Nur fliegen ist schöner – um dann zu fahren
Auf insgesamt 3.500 m² tummeln sich hier absolute Schmankerl, inklusive der zweiten Halle mit Classic Cars vom Jaguar E-Type über einen Mansory-Bentley bis hin zu seltenen alten Mercedes. Erst vor drei Jahren haben sich die sympathischen Schusters in der Nähe von Vöcklamarkt angesiedelt. "Unsere Kunden kommen aus ganz Österreich und darüber hinaus", sagt Klaudia Schuster. Sie überlegen sogar einen Hubschrauberlandeplatz zu bauen, als Service für die verwöhnte oder vielbeschäftigte Klientel, die etwas weiter anreist.

Man hat viel vor, schließlich bringt Maserati im September mit dem "Ghibli" ein Einstiegsmodell, das bei voller Maserati-Faszination preislich in Sichtweite zum Fünfer-BMW liegt. Die Aussage, gemeinsam mit dem befreundeten Konkurrenten in Wien nächstes Jahr 2.000 Stück davon absetzen zu wollen, ist zwar sicher ein bisschen gar ambitioniert, aber immerhin hat Schuster schon 15 Stück vom "kleinen Quattroporte" verkauft, noch bevor ein Kunde auch nur einen Meter mit dem kleinen Maserati gefahren ist. Ein Ghibli steht zwar schon im Schauraum, Probefahrten gibt es aber erst im September.

Quattroporte ganz neu
Zu fahren gab es die geballte Maserati-Faszination in Form des brandneuen (echten) Quattroporte, der nach zehn Jahren Bauzeit gerade komplett neu aufgelegt wurde. Auf 5,26 Meter gewachsen bietet er großzügige Platzverhältnisse (jetzt auch im Fond) in luxuriösem Ambiente und extrem zügiges Fortkommen vor allem mit dem 530-PS-V8 und 650 bis 710 Nm. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 307 km/h ist der neue Quattroporte die schnellste serienmäßig gefertigte Limousine weltweit. Der mit Ferrari entwickelte Motor säuselt ein leises, aber außergewöhnlich emotionales Lied, ohne aufdringlich zu werden, solange man nicht die volle Gewalt abruft. Die adaptive Dämpfung gibt den Gleiter wie auch den Sportler, die serienmäßige Achtgangautomatik beherrscht beide Rollen ebenso. Die Lenkung arbeitet höchst exakt, aber vielleicht eine Spur leichtgängig.

Wenn es ein neuer "V8-QP" sein soll, sollten 182.500 Euro plus Extras locker sitzen. Günstiger steht der allradgetriebene V6 mit 410 PS in der Liste: Er kommt auf 135.000 Euro. Doch beim Herrn Schuster in Redl-Zipf kann auch zum Quattroporte-Fahrer werden, wer von diesen Regionen nur träumen kann: Da steht zum Beispiel ein acht Jahre altes Exemplar mit 92.000 Kilometern, 400 PS und Vollausstattung um 33.900 Euro.

Mit dem kann man sich dann auf den edelsten Boulevards sehen lassen – von Rom bis Redl-Zipf.

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