Was sich jetzt ändert

Rechtschreibung: Das sind die neuen Regeln

Österreich
02.09.2025 12:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Auch wenn so manchem die Kenntnis der Regeln ganz generell abgesprochen wird – es gibt wieder Neuerungen in der deutschen Rechtschreibung. Und diese sind mit 1. September bereits in Kraft – welche das sind, lesen Sie hier.

Die neuen Regeln gelten in verschiedenen deutschsprachigen Ländern ab unterschiedlichen Zeitpunkten. In Österreich traten sie am 1. September 2025 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt läuft eine Übergangsfrist von zwei Jahren.

Doch wer entscheidet überhaupt, was sich ändert? Ein Gremium von etwa 40 Personen aus sieben deutschsprachigen Ländern bzw. Regionen, der sogenannte Rechtschreibrat, hat die neue Regeln zur Rechtschreibung beschlossen.

Die Rechtschreibänderungen

  • In der neuen Rechtschreibung wird erstmals die Anglizismusschreibung normiert. Dabei geht es etwa darum, ob Wörter groß oder klein, getrennt, zusammen oder mit Bindestrich geschrieben werden. Es wird auch geregelt, dass englische Verben grundsätzlich deutsche Flexionsendungen erhalten, wie etwa als Beispiel: „Sie surft im Internet”.
  • Zusätzlich gibt es Änderungen bei der Schreibung mit „f“ bzw. „ph“. In den Fachsprachen bleibt das „ph” erhalten, in der Alltagssprache müssen viele Wörter mit „f” geschrieben werden – wie etwa bei Delfin oder Grafik. Außerdem gilt es für alle Wörter mit den Vorsilben Foto-, fono- und den Nachsilben -fon und -fonie.
    Aber: Teils überwiegt auch das „ph“ weiterhin in der Alltagssprache – daher bleibt es etwa bei Phase, Philosophie, Physik oder Alphabet erhalten.
  • Im Zuge der Beistrichsetzung wird bei erweiterten Infinitivgruppen nun immer ein Beistrich gesetzt, z.B. „Es ist möglich, morgen zu kommen“.
  • Der Genitiv-Apostroph ist weiterhin nicht vorgesehen, allerdings gibt es nun eine Ausnahme: In Eigennamen von Lokalen und Institutionen ist ein Genitiv-Apostroph nach Rufnamen nun erlaubt, z.B. „Rudi’s Würstelstand“.
Seit 1. September gelten beim Rechtschreiben neue Regeln.
Seit 1. September gelten beim Rechtschreiben neue Regeln.(Bild: öbv)

„Macht zur Regel, was sich bereits durchgesetzt hat“
Von Willkür kann bei der Entscheidung neuer Regeln jedenfalls nicht gesprochen werden, heißt es seitens des Österreichischen Bundesverlags. „Der Rechtschreibrat legt nicht willkürlich fest, wie etwas geschrieben wird. Stattdessen beobachtet er sehr genau, wie in deutschsprachigen Regionen Sprache verwendet wird. Er macht somit zur Regel, was sich bereits im Alltagsgebrauch durchgesetzt hat“, erklärt Christiane Pabst, Chefredakteurin des Österreichischen Wörterbuchs.

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