08.08.2013 10:08 |

Sport & Service top

BMW Z4 35is: Spaßige Testfahrt mit Sabotage-Ende

"Sie haben zwölf Liter im Tank, daran kann es also nicht liegen", sagt die freundliche Stimme aus den Lautsprechern des BMW Z4. Nein, es ist nicht K.I.T.T., der hier mit mir spricht, sondern ein Mann aus der BMW-Service-Zentrale, dem ich auf Knopfdruck alle verfügbaren Daten meines Testwagens übermittelt habe. Denn der Z4 ist liegen geblieben – obwohl er gar nichts dafür kann...

Jedenfalls wurde aus dem Test des BMW Z4 eher eine Vorführung der BMW-Service-Einrichtungen. Zunächst sorgte er noch ausgiebig für das, was sich BMW seit Jahren auf die Fahnen schreibt: Freude am Fahren. Es war das perfekte Wetter nach dem langen Winter, sonnig, heiß, das Verdeck des Z4 offen, der räudige Sound des 340 PS starken Top-Sechszylinders 35is kitzelte die Nackenhaare mit dem Fahrtwind um die Wette. So ein wunderbarer Roadster, so eine lange Motorhaube, eine klassische Schönheit in Weiß. Das Innenraumdesign so speziell wie in keinem anderen BMW, das Fahrwerk richtig hart, präzise.

Achtung, sehr sportlich
BMW hat die zweite Generation des Z4 optisch überarbeitet und mit dem 156-PS-Vierzylinder 18i ein neues Einstiegsmodell geschaffen (ab 37.300 Euro). Doch es geht nichts über den Topmotor (ab 68.600 Euro). 500 Nm wirft er ab 1.300/min. in die Waagschale, ganze 100 mehr als der "normale" Dreiliter-Sechszylinder-Turbo mit 306 PS. Der Sprint von 0 auf 100 ist in 4,8 Sekunden zu schaffen, dabei darf der Fahrer dank 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe auch gerne ein schlechter Schalter sein. Nur Sport muss er mögen, denn das Fahrwerk ist sehr hart und der Sound sehr räudig.

Doch dann…
Solange er nicht unvermittelt in den Notlaufmodus verfällt. Das bedeutet: Er schützt sich selbst durch Reduzierung der Leistung und ein Verharren im zweiten Gang, verbunden mit der Bitte, "gemäßigt" zu fahren und eine Werkstatt aufzusuchen. Und genau das ist mir eines schönen Tages nach 20 Kilometern Fahrt passiert.

Zunächst fuhr ich nach Hause und aktivierte die Service-Funktion (siehe oben), eine Dreiviertelstunde später traf bereits eine freundliche BMW-Technikerin mir ihrem Service-Mobil ein und hängte ihren Diagnose-Rechner an. Innerhalb einer weiteren Stunde kamen der Abschleppwagen und ein Ersatzauto. Das hatte zwar nur ein Drittel der Leistung des Z4 und ein festes Dach, aber immerhin war ich wieder mobil. Übrigens ist das kein spezieller Journalistenservice, wie man mir versichert hat. Einen Ersatzwagen für bis zu fünf Tage gibt es für jeden mit einem BMW ab Baujahr 2006, der regelmäßig bei BMW gewartet wurde.

Tja, und was war kaputt? Nach Auskunft von BMW hatte sich jemand unters Auto gelegt und es sabotiert, indem er die Kabel zum Ölmengensensor durchgezwickt hat (siehe Fotos). Entweder mag da jemand keine BMWs – oder er wollte genau diesen haben. Der Sinn der Aktion wird aber wohl verborgen bleiben. Im Gegensatz zu den intimsten Daten des Z4, wenn man sie preisgeben will...

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