22.07.2013 11:17 |

Angespielt

Gastspiel mit "Fifa 14" in der Allianz-Arena

Während die Bayern-Stars derzeit unter der Leitung von Pep Guardiola in der Vorbereitung kräftig schwitzen, hat krone.at in der Allianz-Arena einen Blick auf den kommenden Fußball-Hit "Fifa 14" sowie - zur Abkühlung - auf die Eishockey-Simulation "NHL 14" werfen können. Welche spannenden Neuerungen die beiden EA-Titel bereithalten, verrieten zwei der Produzenten vor Ort.

Zu sehen und zum Probespielen gab es in München die Versionen für PS3 und Xbox 360. Wie sich die Titel mit der brandneuen Ignite-Engine, die laut "Fifa"-Gameplay-Produzent Sebastian Enrique nicht nur grafisch, sondern auch im spielerischen Bereich ganz neue Möglichkeiten eröffnet, auf PS4 und Xbox One spielen, bleibt also noch ein Geheimnis.

Flotter, realistischer und aggressiver
Was kommt aber die Spieler zu, die gespannt auf die diesjährige "Fifa"-Version warten? Auf den allerersten Blick, den die zu 75 Prozent fertiggestellte Version gewährte, nicht viel mehr als beim Vorgänger. Grafisch scheinen sich die Änderungen auf Nuancen zu beschränken. Was allerdings sofort auffällt, ist die erhöhte Aggressivität der verteidigenden Spieler: Sie setzen ihren Körper mehr ein und versuchen den Ball auch dann wegzuspitzeln, wenn sie hinter dem Gegner stehen. Mit einem schnellen Spieler am Flügel geradeaus zu laufen, führt ebenfalls nicht mehr so einfach zum Erfolg.

Generell scheint das taktische Verhalten bei Ballverlust realistischer geworden zu sein. Versucht man sofort auf den ballführenden Spieler zu pressen, so rücken die Mannschaftskollegen nun korrekterweise mehr mit auf. Beim angreifenden Team laufen sich dafür die Mitspieler jetzt besser in Position. Hohe Bälle in die Spitze gelingen öfter, aber auch der Torhüter kommt schneller aus dem Tor heraus, um den Winkel entsprechend zu verkürzen.

Insgesamt scheint sich die neue Version einen Tick flotter zu spielen. In der Preview-Version war es zudem noch relativ einfach möglich, Tore aus der Distanz, also knapp außerhalb des Strafraums, zu erzielen. Sofern man überhaupt den Schuss rechtzeitig anbringen konnte, bevor sich der Gegner erfolgreich hineinwarf.

"Ultimate Team Modus" aufgebohrt
Ein weiterer Schwerpunkt bildet die Verbesserung des "Ultimate Team Modus", welcher der am meisten gespielte Part von "Fifa" ist. Etwa 3,4 Millionen Spieler messen sich hierbei täglich und transferieren dabei um die 17 Millionen Spieler, wie "Ultimate Team"-Produzent Marcel Kuhn nicht ohne Stolz verkündete. Der gebürtige Grazer, der einige Zeit in Stuttgart gelebt hat und quasi über Nacht vom Fleck weg als Übersetzer engagiert wurde und damit nach Vancouver übersiedelte, arbeitete sich praktisch durch alle Bereiche von "Fifa", bis er schließlich als Produzent bei "Ultimate Team" landete.

Verbesserungstipps von echten Profispielern und Trainern
Der Sturm-Graz- und Stuttgart-Fan, der mit David Alaba einen seiner Lieblingsspieler benennt, meint, "Fifa ist nie fertig". Unglaublich viele Ideen des Teams und auch der Spieler kämen laufend neu hinzu. Mit in die Entwicklung involviert sind auch aktive und weltweit bekannte Profifußballer, die Verbesserungstipps geben. Diejenigen, die "Ultimate Team" regelmäßig spielen, besitzen den Status eines "Fifa Ambassador" (Botschafter). Verbunden sind damit nicht nur Promotion-Auftritte, sondern auch eigene Spieleritems mit speziellen Statistiken. Dabei kann es schon mal passieren, das ein Fußballer mit seinen digitalen Werten nicht ganz einverstanden ist und vom Produzententeam augenzwinkernd Verbesserungen verlangt.

Feedback wird aber auch von Trainern eingeholt. Marcel Kuhn erzählt auch von Teams, die "Fifa" für die tägliche Trainingsarbeit einsetzen, um Spielabläufe zu visualisieren. Auf die Frage, ob "Ultimate Team" nicht nur etwas für "Fifa"-Profis mit viel Zeit ist, verweist Kuhn auf den intern "Icebreaker" genannten Startteil, der auch Gelegenheitsspieler dank eines Starterpacks die Gelegenheit gibt, ins Spiel zu finden. Die werden mit dem Offline-Modus dann auch mehr Erfolgserlebnisse als gegen die Profis online haben.

Virtuelle Spieler handeln "instinktiv"
Gameplay-Produzent Sebastian Enrique streicht als wesentlichen Unterschied von "Fifa 14" auf den kommenden Konsolen PS4 und Xbox One die Funktion "Pro Instincts" hervor, die aufgrund der notwendigen Rechenleistung nur dort eingesetzt werden kann. Die Spieler bekommen dabei praktisch mit, was in ihrer Umgebung passiert. Wenn etwa ein Verteidiger bisher zu einem Tackling angesetzte, war es entweder möglich, dass er den Ball erwischt oder ein Foul begeht und der attackierte Spieler weiterläuft oder mit einer – fertigen – Animationssequenz zu Boden fällt.

Mit "Pro Instincts" erkenne der Spieler nun die Attacke und versuche, ihr auszuweichen. Wird er dennoch getroffen, erfolgt in Echtzeit eine Berechnung, welche Auswirkungen dies auf ihn hat, also ob er stürzt oder trotzdem irgendwie weiterstolpern oder laufen kann. Damit soll das Gameplay wesentlich flüssiger vonstatten gehen und die Zeit der mitunter abgehackten Animationen endgültig vorbei sein.

Grafikpracht auf NextGen
Grafisch steht natürlich ebenfalls eine weitere Steigerung an. Selbst die Zuschauer sollen keine unahnsehnliche Ansammlung mehr sein. Laut Enrique waren einige Leute ob der neuen Grafikpracht so angetan, dass sie zuerst nicht glauben wollten, dass diese direkt im Spiel so zu sehen sein wird. Während "Fifa 14" auf den aktuellen Konsolen also weitgehend auf Detailverbesserungen von Bewährtem setzt, scheint mit der neuen Konsolengeneration ein nächster Meilenstein bevorzustehen. Ob dem wirklich so ist, wird allerdings erst ein ausführlicher Test der finalen Version zeigen können.

Zurück in die 90er mit "NHL 14"
Für die Eishockey-Simulation "NHL 14" gilt bis auf eine Ausnahme Ähnliches wie für das Fußball-Pendant. Auf PS3 und Xbox360 gibt es hauptsächlich Detailverbesserungen zu bewundern. Doch Produzent Andy Agostini konnte auch mit einer gelungenen Neuheit aufwarten, die genaugenommen eigentlich gar keine ist: dem "NHL 94 Anniversary Mode".

Wie anno 1994 geht es darin zu zweit vor einem Bildschirm mit simpler Steuerung, die jeder innerhalb von Minuten intus hat, und weniger Regeln sofort voll zur Sache. Damit steht ein nostalgisch angehauchter Arcade-Modus zur Auswahl, der nicht nur gealterten Veteranen Tränen der Rührung in die Augen treiben, sondern auch die Jüngeren zu einigen heißen Partien animieren dürfte.

Ein paar echte Neuerungen gibt es schließlich auch noch. So unterbrechen Prügeleien zwischen zwei Spielern nun beispielsweise nicht mehr als Mini-Game das Spiel, sondern werden direkt in der Spiel-Engine ausgetragen. Die Physik-Engine wiederum zaubert, dank der Erkenntnisse von "Fifa", realistischere Hits auf den Schirm. Die Steuerung wurde an einigen Stellen nachjustiert sowie auch vereinzelt vereinfacht, wodurch sich im Endeffekt eine höhere Spielgeschwindigkeit ergibt.

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