Händler protestieren

BMW will künftig auf Autoverkauf im Internet setzen

Web
22.07.2013 09:14
Internet statt Autohaus - BMW setzt künftig auf den Autoverkauf im World Wide Web. "Wir können uns gut vorstellen, dass der Verkauf im Internet bei allen Modellen ergänzend eingesetzt wird", sagte BMW-Deutschland-Vertriebschef Roland Krüger der "WirtschaftsWoche". "Die Erwartungen und Bedürfnisse unserer Kunden verändern sich, dem wollen wir Rechnung tragen."

Krüger zufolge will BMW nicht nur das neue Elektroauto i3 über das Internet verkaufen, die Verkäufer sollen dann auch zu den Kunden nach Hause kommen. Den BMW-Händlern stoßen die Pläne allerdings sauer auf. "Wir haben BMW unmissverständlich gesagt, dass direkte Verkaufskanäle von uns abgelehnt werden müssen", sagte Werner Entenmann, Präsident des BMW-Händlerverbandes, dem Magazin. Krüger beschwichtigte, der Handel bleibe "das Rückgrat des Verkaufs".

Dem Bericht nach plant BMW allerdings eine Ausdünnung seines Niederlassungsnetzes. BMW-Niederlassungen in kleineren Städten sollten langfristig verkauft oder geschlossen werden. "Wir werden immer unsere eigenen Niederlassungen haben", sagte Vertriebschef Krüger dem Blatt. Allerdings werde es "eine Weiterentwicklung von internen Prozessen und Strukturen" geben.

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