Als Gerhard Amar die HNO-Abteilung des Universitätsklinikums in St. Pölten betrat, war er in völlige Stille gehüllt! Durch eine chirurgische Meisterleistung überwand er seine Taubheit.
Ich hätte nie gedacht, dass ich eines Tages wieder die großartigen Kompositionen von Mozart, Klavierwerke von Liszt oder ganz einfache Weisen würde hören können. Jetzt aber durchdringen mich diese Töne wie Klänge aus einer anderen Welt“, schildert Gerhard Amar (53) von Dankbarkeit überflutet im Interview mit der „Krone“.
Die Welt neu entdecken
„Die ersten Laute nach der Implantation waren für mich überwältigend. Es war, als würde ich die Welt neu entdecken“, berichtet der Design-Ingenieur, während er dankbar die Hand der behutsamen Expertin Dr. Astrid Magele ergreift. „Der Patient hatte seit seiner Geburt an einer beidseitigen, hochgradigen Schwerhörigkeit gelitten. Eine konventionelle mechanische Versorgung war nicht mehr möglich. Die Störung wurde immer ausgeprägter“, erklärt die ebenso sympathische wie einfühlsame und kompetente Ärztin.
Wunderwerke der Technik
In zwei Operationen implantierte sie dem in der Ortschaft Hohe Wand im Bezirk Wiener Neustadt wohnenden Mann spezielle Cochlea Implantate der Innsbrucker Firma Medel. „Diese stimulieren direkt den Hörnerv und vermögen die Taubheit zu überwinden“, präzisiert Dr. Georg Sprinzl, umsichtiger Leiter der HNO-Abteilung am Uniklinik, der die Station mit seinem Team zu einem österreichweit anerkannten Zentrum ausgebaut hat und seinerseits beinahe täglich international anerkannte medizinische Meisterleistungen in der vollbringt.
Leben in vollen Zügen genießen
Mit der Zeit entwickelte Gerhard Amar auch wieder ein hervorragendes Sprachverständnis. „Ich habe in die Welt der Klänge zurückgefunden und kann jetzt auch mein berufliches Leben – etwa bei Telefonkonferenzen – wieder in vollen Zügen genießen“, schildert der nunmehr wieder Hörende zutiefst gerührt.
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