Massive Zerstörung

USA: Zwölf Tote nach Tornados in Oklahoma

Ausland
02.06.2013 11:14
Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma ist die Gegend erneut von heftigen Wirbelstürmen heimgesucht worden. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben, als am Freitag mehrere Tornados über das Gebiet hinwegfegten, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Unter den Toten waren laut der örtlichen Katastrophenschutzbehörde zwei Kinder, fünf der Opfer konnten zunächst nicht identifiziert werden.

Im Bundesstaat Oklahoma wurden nach Behördenangaben neun Menschen getötet. In Missouri kamen drei weitere Menschen bei Überschwemmungen ums Leben. Unklar war am Samstag, wie viele Menschen verletzt wurden. Nach Angaben der Lokalzeitung "The Oklahoman" wurden jedoch rund 90 Personen in Krankenhäusern behandelt. 

Laut den Behörden könnte es angesichts der Überschwemmungen einige Tage dauern, bis genaue Zahlen vorliegen. Verletzte gab es vor allem bei einer Reihe von Autounfällen. Auch durch umgestürzte Anhänger und Lkw wurden Menschen verletzt, wie eine Sprecherin der Autobahnpolizei sagte. Die Menschen wurden aufgefordert, Straßen zu meiden. Mehr als 170.000 Personen im Gebiet von Oklahoma City hatten keinen Strom.

Bis zu 145 km/h Windgeschwindigkeit
Berichten zufolge zogen insgesamt fünf Tornados mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 145 km/h durch die Gegend um Oklahoma City. Dabei gingen teils sehr große Hagelkörner nieder. Medienberichten zufolge musste in Oklahoma City ein Wohnwagenpark evakuiert werden.

Der TV-Sender KFOR berichtete von schweren Schäden in El Reno und Yukon. Am Flughafen von Oklahoma City mussten Passagiere in einem unterirdischen Tunnel in Sicherheit gebracht werden, Flüge wurden gestrichen. Gegen 3.30 Uhr Ortszeit konnte der Flughafenbetrieb wieder aufgenommen werden.

Auch Stadt Moore wieder betroffen
Die Tornados zogen am Freitag im Mittleren Westen durch eine Gegend nahe der Stadt Moore, die bereits durch den Wirbelsturm vor knapp zwei Wochen verwüstet worden war. Zwar hoben die Behörden nach den jüngsten Tornados den Notstand in Oklahoma wieder auf, die Warnungen vor Springfluten und heftigen Gewittern wurden aber aufrechterhalten.

Im Bundesstaat Missouri, der an den Mississippi-Fluss grenzt, wurde bereits in der Nacht auf Samstag der Notstand ausgerufen. Der Gouverneur von Missouri, Jay Nixon, sprach angesichts der Überschwemmungen von einer "gefährlichen Lage". Im Bundesstaat Iowa erklärte Gouverneur Terry Branstad mehrere Bezirke zu Katastrophengebieten.

Jährlich 1.200 Tornados in den USA
In den USA gibt es jährlich rund 1.200 Tornados. Die meisten ereignen sich in den großen Ebenen von Oklahoma, Kansas und Texas. Am Samstag begann zudem offiziell die Hurrikan-Saison.

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