Lichterglanz und Festtagsschmaus – aber Weihnachten hat auch seine Schattenseite: Eine zusätzliche Mahlzeit landet im Abfall. Hinzukommen die Verpackungen der Geschenke.
Feiner Festtagsbraten, Weihnachtskarpfen, Gemüse, Früchte – oft von weit hergekarrt –, schmackhafter Käse, feine Wurstwaren, raffinierte Desserts und Kekse: Es darf ein bisserl mehr sein, heißt es zu den Feiertagen. Österreichs Haushalte produzieren im Jahr 4,5 Millionen Tonnen Abfälle. 16 Prozent des Restmülls entfallen trotz hoher Preise auf Lebensmittel. Wenn wir mit einem feinen Menü unsere Lieben überraschen, sind die Augen oft größer als der Magen. Wer mit einer Einkaufsliste seine Zutaten besorgt, wirft danach weniger weg.
CO2-Fußabdruck bei Fleischwaren
Greenpeace hat berechnet, dass um die Feiertage mindestens eine zusätzliche Mahlzeit weggeworfen wird. Gerade die Verschwendung von tierischen Produkten hat einen enormen CO2-Fußabdruck. Für ein Kilo Rindfleisch fallen ca. 15 kg CO2-Äquivalent an: Für den gleichen Verbrauch könnte man die Strecke von Wien nach Berlin hin und retour mit der Bahn zurücklegen.
Laut Verband Österreichischer Entsorgungsunternehmen fallen rund um Weihnachten und Neujahr zehn bis 20 Prozent mehr Mist an. Im Schnitt ist das ein Plus von 34.000 vollen Mülltonnen täglich. Größe Sorgenkinder sind weiters die enormen Mengen Verpackungsmaterial (Versandkartons, Flaschen), die im Restmüll landen. Alle Jahre wieder geben wir etwa 360 bis 400 Euro für Weihnachtspackerln aus – viele Geschenke werden kaum oder nie benutzt oder gleich nach den Feiertagen retourniert.
Für die Umwelt ist das katastrophal: Laut einer Berechnung der Umweltschutzorganisation müssen allein in Österreich 1,4 Millionen retournierte Pakete voll mit neuwertiger Kleidung und Elektronik vernichtet werden.
Die Nordmanntanne ist der beliebteste Baum
Immer öfter ziert er schon lange vor dem Heiligen Abend voll aufgeputzt unsere Wohnzimmer. In Österreich werden 2,8 Millionen Weihnachtsbäume aufgestellt und nach Weihnachten entsorgt.
„Weihnachten darf nicht zum Symbol von überquellenden Mülltonnen und vergeudeten Ressourcen werden. Verpackungen stapeln sich, Lebensmittel landen ungenutzt im Müll, und Geschenke verschwinden im Rücksendewahnsinn. Hinter all dem steht eine Belastung für unsere Umwelt, die wir alle gemeinsam vermeiden können“, erklärt Stefan Stadler, Sprecher von Greenpeace.
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