Quasi parallel zur Vorstellung der neuen steirischen Landesregierung wurden am Dienstag die neuen Vorstände der landeseigenen Energie Steiermark verkündet. Es ist keine Überraschung: Martin Graf (48) bleibt im Vorstand, Werner Ressi (57) ersetzt Christian Purrer, der sich in den Ruhestand verabschiedet.
Die „Krone“ berichtete bereits am Freitag der Vorwoche, dass Ressi und Graf in der Favoritenrolle sind. Am Montag fand das Hearing stand, danach hat der Aufsichtsrat einstimmig die Ernennung der beiden beschlossen. Sie stehen nun fünf Jahre an der Spitze des Energiekonzerns.
Der Prozess wurde im Juli gestartet, rund 30 internationale Bewerber stellten sich dem Auswahlverfahren. „Wir sind davon überzeugt, mit den Persönlichkeiten des neuen Vorstands-Teams Kraft ihrer Expertise eine hervorragende Basis für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Energie Steiermark als wichtigstes Landes-Unternehmen zu haben“, wird Aufsichtsratspräsident Karl Rose in der Aussendung zitiert.
Neuer Vorstand kommt von Energie Graz
Ressi ist derzeit noch Geschäftsführer der Energie Graz – an diesem Unternehmen ist die Energie Steiermark auch beteiligt. Er ersetzt Purrer, der seit 2012 an der Spitze der Energie Steiermark steht und mit Ende März aus dem Unternehmen scheidet. Ressi wird künftig u.a. die Bereiche Erzeugung, Vertrieb, Technik, Fernwärme und Informationstechnologie verantworten.
Graf ist seit 2016 im Vorstand der Energie Steiermark, davor leitete er die Regulierungsbehörde E-Control. Er wird weiterhin u.a. die Bereiche Finanzen, Controlling, Treasury, Recht sowie Personal und den Bereich der Netze verantworten.
Zu 100 Prozent im Landesbesitz
Die Energie Steiermark ist seit dem Vorjahr wieder zu 100 Prozent im Besitz des Landes. Das damalige Regierungsduo Christopher Drexler und Anton Lang bezeichneten das aber nicht als Dauerlösung, sondern strebten mittelfristig einen erneuten Teilverkauf an. Ein Thema, dem sich nun die neue Regierungsspitze widmen muss.
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