Eine wichtige Personalentscheidung in der steirischen Wirtschaftswelt steht kurz nach der Landtagswahl bevor: Wer wird neuer Vorstand der Energie Steiermark, die ja seit dem Vorjahr wieder zu 100 Prozent im Landeseigentum steht? Der Zeitplan ist jedenfalls brisant.
Um mehr als 500 Millionen Euro hat das Land Steiermark im Vorjahr 25 Prozent der Anteile an der Energie Steiermark von einem australischen Fonds zurückgekauft, nun ist die öffentliche Hand wieder Alleineigentümer. 2023 hieß es von Christopher und Anton Lang, dass man mittelfristig wieder Anteile abtreten möchte – dieses Ansinnen wurde vor Kurzem auf Nachfrage der „Krone“ bestätigt.
Davor muss jedenfalls eine Personalfrage geklärt werden. Ende März laufen die Verträge mit dem bisherigen Vorstandsduo Christian Purrer (er geht in Pension) und Martin Graf aus. Heute endet die Bewerbungsfrist, am 16. Dezember – zwei Tage vor der konstituierenden Landtagssitzung – soll dann das Hearing der aussichtsreichsten Kandidaten stattfinden.
„Am Fahrplan ändert sich nichts“
Aber kann der Zeitplan angesichts des bevorstehenden Regierungswechsels halten? Man hätte die Neubestellung schon früher durchführen sollen, so könnte man nun in Verzug geraten, wird aus Wirtschaftskreisen gegenüber der „Krone“ kritisiert. Die noch amtierende Regierung könne keine Entscheidung treffen, ohne sich den Vorwurf der Postenschacherei in letzter Sekunde auszusetzen. Wann eine neue Regierung ist, steht derzeit ja noch nicht fest.
Im Büro von Landeshauptmann Christopher Drexler winkt man hingegen ab: Die Vorstandsentscheidung sei Sache des Aufsichtsrats, am Fahrplan wird sich nichts ändern, wird am Montag versichert. Aufsichtsratsvorsitzender ist ja der Energie-Experte Karl Rose, der nicht dafür bekannt ist, anfällig für Interventionen zu sein. Er möchte den Bestellungsprozess weitgehend autonom durchziehen.
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