Längere Zeit war es ruhig, doch nun geht in Vorarlberg wieder die Angst vor der Rindertuberkulose (TBC) um. Nach Auffälligkeiten bei einem Rind im Zuge der Schlachtung in Deutschland musste ein Betrieb im Hinteren Bregenzerwald vorläufig gesperrt werden.
Noch ist nicht sicher, ob das Rind tatsächlich von TBC befallen war, allerdings verlief der Schnelltest positiv. Nun gilt es, den definitiven Befund abzuwarten. Bis dahin bleibt der Bauernhof, von welchem das Tier stammt, gesperrt. Von der Sperre ausgenommen sind allerdings die Milchlieferungen – die Milch darf verwendet werden, sofern sie vor der weiteren Verwendung pasteurisiert wird.
10.000 Rinder geprüft
Vorsorglich werden die Vorarlberger Tierärzte im Dezember wieder großflächige Tests auf den Bauernhöfen vornehmen, insgesamt sollen rund 10.000 Rinder in 700 Ställen überprüft werden – in den „Hochrisikogebieten“ Klostertal und Montafon werden sogar alle Rinder und Kühe getestet.
Ansteckung durch Rotwild
Dieser Aufwand ist nicht unbegründet: Denn das Vieh bleibt in den Vorarlberger Seitentälern bis weit in den September hinein auf den Vorsäßen. Dort besteht die Möglichkeit des Kontakts mit Rotwild, das als Überträger von TBC gilt.
Erst im Oktober waren im Montafon zwei Hirsche positiv auf die Seuche getestet worden, in vier weiteren Fällen aus dem Hinteren Bregenzerwald besteht zumindest der Verdacht auf TBC, ein endgültiges Ergebnis gibt es aber bisher nicht.
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