David hatte sich in einem Bad in Krumpendorf im Bezirk Klagenfurt- Land in einem unbeobachteten Moment von seiner Mutter entfernt und war in den noch eiskalten See gestürzt (siehe Infobox). Der 44-Jährigen fiel nach wenigen Minuten auf, dass ihr Sohn verschwunden war, woraufhin sie sofort mit der Suche begann. Als ihn die Mutter fand, trieb David leblos im See.
"In solchen Situationen ist es wichtig zu handeln"
Doch der kleine Kärntner hatte einen Schutzengel in Person der Krankenschwester Claudia Matheuschitz (linkes Bild). Die beherzte Frau war mit ihrer Tochter durch einen Park in der Nähe spaziert und sah, wie die Mutter ihren leblosen Sohn aus dem Wasser zog. Matheuschitz rannte sofort los. "Ich habe nicht lange nachgedacht. In solchen Situationen ist es wichtig zu handeln. Man muss etwas tun", appelliert die Krankenschwester an die Bevölkerung, keine Scheu vor Erster Hilfe zu zeigen. "Ich habe vor allem versucht, Wasser aus den Lungen des Buben zu pumpen."
Per Rettungshubschrauber wurde der kleine Patient in Windeseile ins Klinikum Klagenfurt geflogen. "David war binnen sechs Minuten im Schockraum unseres Hauses", erzählen Primarius Wilhelm Kaulfersch und Intensiv-Primar Rudolf Likar. Dort wurde das Kleinkind in künstlichen Tiefschlaf versetzt und nach vier Tagen wieder geweckt.
"Ich bin so dankbar, dass David völlig gesund ist"
Die Untersuchungen zeigten, dass David keinerlei Schäden davongetragen hat. "Normalerweise können die schon auftreten, wenn das Gehirn drei Minuten ohne Sauerstoff ist. Bei David waren es zehn Minuten. Dass er völlig gesund ist, ist ein kleines Wunder. Es half auch das noch kalte Wasser, da laufen Prozesse im Körper langsamer ab", erklärt Kaulfersch. "Ich bin so dankbar, dass David völlig gesund ist. Das wird ein ganz besonderer Muttertag", so die überglückliche Mama (rechtes Bild) des Buben.
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