Vor 15 Jahren waren die Frau und die Tochter eines Automatenaufstellers in ihrem Haus in der Südoststeiermark überfallen und zusammengeschlagen worden. Da sich der Tresor, in dem sich angeblich mehrere Millionen Schilling Bargeld befinden hätten sollen, nicht öffnen ließ, erbeuteten die Täter nur Schmuck und umgerechnet rund 290 Euro.
Italiener belasteten Kärntner schwer
Das italienische Täter-Trio wurde innerhalb von drei Wochen gefasst. Zwei von ihnen wurden in Padua zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, der dritte Täter wurde vor seiner Verhaftung bei einem Überfall in Italien erstochen.
Schon damals war den Ermittlern klar, dass es einen Zusammenhang zwischen der Opfer-Familie und den italienischen Tätern geben muss. Als die zwei Männer bedingt aus der Haft entlassen wurden, belasteten sie den Kärntner aus dem Bezirk Völkermarkt.
42-Jähriger beteuert Unschuld
Der 42-Jährige wurde daraufhin angeklagt. Im Februar begann der Prozess gegen den Kärntner, dann verschwand der Angeklagte bei einem Krankenhausaufenthalt allerdings spurlos. Erst im April wurde er wieder ausfindig gemacht und erneut verhaftet (siehe Infobox).
Im Prozess am Donnerstag belastete einer der Italiener den Kärntner erneut schwer, der zweite wollte sich jedoch nicht so recht festlegen. Obwohl der Kärntner durchwegs auf seine Unschuld beharrte, stand für den Schöffensenat fest, dass der 42-Jährige, der den Automatenaufsteller kannte, der Drahtzieher dieses brutalen Raubüberfalls war.
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