In Amstetten müssen teure, externe Mediziner angeworben werden, um die Notaufnahme im Krankenhaus am Leben zu erhalten. Die SPÖ wendet sich mit offenem Brief an das Land.
Das Krankenhaus Amstetten kommt nicht zur Ruhe – oder genauer: dessen Notaufnahme. Dort sollen, wie berichtet, schon seit längerer Zeit massive personelle Probleme herrschen. So sollen beispielsweise noch nicht fertig ausgebildete Ärzte auf sich alleine gestellt sein. „Das stellt ein massives Gesundheitsrisiko dar“, schlug die SPÖ in der Bezirkshauptstadt bereits Alarm.
Das medizinische Personal im Spital ist einer Überstundenbelastung ausgesetzt, die inzwischen untragbare Ausmaße erreicht hat.
Gesundheitsstadträtin Beate Hochstrasser im offenen Brief
Um den Engpass bewältigen zu können, scheint man nun seitens der Landesgesundheitsagentur (LGA) tief ins Börserl zu greifen. Denn man kauft nun „ärztliche Ressourcen“ zu, wie die LGA bestätigt. Soll heißen: Über externe Dienstleister werden Ärzte nach Amstetten vermittelt, die etwa normalerweise in Kliniken außerhalb Niederösterreichs oder im niedergelassenen Bereich tätig sind. Und diese kosten Geld. Angeblich viel Geld. Zwar lässt die LGA dementsprechende Fragen unbeantwortet und betont, es handle sich um eine kurzfristige Maßnahme zur Entlastung des Personals, unter der Hand wird aber von zigfach höheren Beträgen gesprochen, wie sie „normale“ Ärzte dort kassieren.
Die Amstettner SPÖ hat nun infolge der Missstände einen offenen Brief an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verfasst. „Es sind sofortige Maßnahmen notwendig, um die Patientenversorgung sicherzustellen“, heißt es etwa darin.
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