Mit Spannung erwartet und schließlich noch besser besucht als gedacht: Am Sonntagvormittag fand in der evangelischen Erlöserkirche in Graz ein Harry-Potter-Gottesdienst statt. Pfarrer Marcus Hütter predigte im Dumbledore-Kostüm.
Wie bringt man junge Leute dazu, in die Kirche zu gehen? Eine Frage, an der evangelische wie katholische Pfarrer sich abarbeiten. Einer ist in seiner Herangehensweise besonders kreativ: Marcus Hütter, als Pfarrer verantwortlich für die evangelische Erlöserkirche in Graz-Liebenau.
Mit seiner Idee für einen Harry-Potter-Gottesdienst hat er diese Woche Schlagzeilen gemacht. Am Sonntag um 10 Uhr war es dann so weit: „Wir haben mit einem großen Interesse gerechnet, aber dass so viele Menschen kommen werden, hat uns schon überrascht“, sagt der Geistliche.
„Wir mussten 60 bis 70 Leute abweisen, weil die Kirche voll war. Etwa 30 sind trotzdem da geblieben, haben draußen gewartet. Wir sind bis 15 Uhr zusammengestanden und haben uns unterhalten.“
Das Team sei „dankbar und glücklich“ über die vielen Interessierten, übrigens nicht nur junge Menschen, sondern aus allen Generationen: „Ganz vorne sind viele Kinder gesessen und haben mitgefiebert.“ Außerdem kamen viele in Verkleidung.
Und wie hat J. K. Rowlings Buch die Theaterpredigt mit 15 Darstellern beeinflusst? „Es ging darum, dass Dumbledore fragt, ob man nicht besser die Hogwarts-Häuser abschaffen sollte. Die Lehrer argumentieren dann, dass man besser eine Einheit in versöhnter Verschiedenheit bleiben soll.“
Nächster Termin steht schon fest
Aufgrund der großen Nachfrage plant das Team der Erlöserkirche übrigens schon den nächsten „magischen“ Gottesdienst: „Am 9. Februar findet einer mit dem Namen ,Die Kammer des Segens‘ statt.“
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