Opposition wettert

Aufstand gegen teuren Umbau des Parlaments

Österreich
10.04.2013 17:00
Auf bis zu 528 Millionen Euro werden die Kosten der Renovierung des Parlaments geschätzt. Die Oppositionsparteien warnen nun vor einer weiteren Verteuerung: "In Österreich wurde doch noch nie ein Bau günstiger als geplant." FPÖ und BZÖ fordern deshalb von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer eine Reduzierung des Projekts "auf das Nötigste", die Grünen ein vertraglich fixiertes Kostenlimit.

Immer wieder stellen "Krone"-Leser in Briefen und E-Mails an die Redaktion die Frage: "Wie ist ein derart teurer Umbau mit den Sparappellen der Regierung vereinbar?" Und jetzt protestieren auch die Oppositionsparteien gegen die "Luxus-Sanierung", die für den Steuerzahler bis zu 528 Millionen Euro teuer werden kann. Zum Vergleich: Der (beinah) komplette Neubau des Berliner Reichstags kostete 306 Millionen Euro – samt gewaltiger Glaskuppel.

FPÖ: "Wollen keinen 'Palazzo Protzo'"
"Nein, wir wollen keinen 'Palazzo Protzo'. Nur das Allernötigste darf renoviert werden", fordert FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nun eine sofortige Umplanung des Projekts. Strache: "In Zeiten wie diesen muss jeder Cent in die Lösung größerer Probleme investiert werden."

BZÖ-Chef Sepp Bucher sieht das genauso: "Mittlerweile sind allein bei der Planung 45 Millionen an Kosten angefallen. Der Umbau wird mehr als eine halbe Milliarde teuer – am Ring droht ein zweiter 'Fall Skylink'."

Grüne: "Kostenlimit muss fixiert werden"
Die Grünen halten die Renovierung zwar für "absolut notwendig", Nationalrat Peter Pilz warnt aber ebenfalls vor der Gefahr einer Kostenexplosion. Sein Vorschlag dazu: "Im Vertrag mit dem Generalunternehmer muss ein Kostenlimit fixiert werden – wenn die Sanierung teurer werden sollte, trifft das dann nicht den Steuerzahler."

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