03.04.2013 11:46 |

Zwitscherten sich an

Interimspräsident: "Chavez erschien mir als Vogel"

Vier Wochen nach dem Tod von Hugo Chavez hat in Venezuela der Wahlkampf für die Neuwahl eines Staatsoberhaupts begonnen. Interimspräsident Nicolas Maduro, der in Umfragen weit vorne liegt, zeigte sich mit Blick auf 14. April siegessicher. Außerdem berichtete er, der verstorbene Chavez sei ihm in Gestalt eines Vögelchens erschienen und habe ihm quasi seinen Segen gegeben.

Im Innenhof von Chavez' Geburtshaus im westlichen Bundesstaat Barinas erzählte Maduro am Dienstag von der eigenartigen Erscheinung in einer Kapelle. "Ein kleines Vögelchen kam hereingeflogen und machte drei Umdrehungen. Es setzte sich auf einen Holzbalken und begann zu zwitschern. Ich schaute es an und zwitscherte ihm ebenfalls zu. Ich spürte den Geist von Chavez. Es war, als wolle er uns seinen Segen geben", erzählte Maduro.

"Politische Gegner sollen sich nicht darüber lustig machen"
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in der westlichen Region Zulia forderte Maduro am Abend seine politischen Gegner auf, sich über seine Erzählung nicht lustig zu machen. "Lassen Sie doch die Intoleranz, die Respektlosigkeit gegenüber der tiefen Spiritualität der christlichen Männer und Frauen, die wir fest an die Werte eines Führers glauben, der zu Lebzeiten die Werte Christi verkörperte", sagte er.

Kampf um Stimmen in Venezuela
Maduros stärkster Gegner, Henrique Capriles, rief die Venezolaner unterdessen auf, am 14. April zur Wahl zu gehen. Seine Stimme nicht abzugeben sei keine Alternative, sagte er nach Angaben des Fernsehsenders Globovision im ostvenezolanischen Bundesstaat Monagas.

Maduro liegt in der Wählergunst nach Umfragen derzeit mindestens zehn Prozentpunkte vor Capriles. Bei der Wahl im Oktober 2012 hatte Chavez gegen Capriles mit 55,1 zu 44,3 Prozent der Stimmen gewonnen. "Comandante" Chavez war am 5. März an Krebs gestorben (siehe Infobox). Er hatte Venezuela seit 1999 regiert.

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