Album „Tension II“

Kylie Minogue: Es mangelt an bleibenden Ohrwürmern

Musik
17.10.2024 09:00
Porträt von Wien Krone
Von Wien Krone

Zwanzig Jahre nach ihrem ersten Grammy für „Come Into My World“ freute sich Popstar Kylie Minogue heuer über ihren zweiten für „Padam Padam“, die Leadsingle des Hitalbums „Tension“. Der enorme Erfolg habe sich wie ein Comeback angefühlt, erzählte Minogue im letzten Jahr. „Wow, das ist ein großartiger Moment“, sagte sie der dpa in London, „und ich will eigentlich direkt wieder ins Studio gehen.“ Gesagt, getan. Knapp eineinhalb Jahre später veröffentlicht sie nun „Tension II“.

kmm

Die 56-Jährige, die oft „Princess Of Pop„ genannt wird, hat sich während ihrer Karriere immer wieder neu erfunden und ihren Musikstil verändert. Nicht dieses Mal. „Die ‘Tension‘-Ära war etwas ganz Besonderes für mich“, erklärte Kylie zur Ankündigung des Albums und ihrer Welttournee im kommenden Jahr. „Ich kann sie unmöglich jetzt schon enden lassen.“

Neues und Tanzbares
Entsprechend setzt sie auf „Tension II“ – ihre Plattenfirma spricht von einem Partneralbum – den erfolgserprobten Kurs mit Discohymnen, EDM-Stampfern, Elektropop und einem Hauch der 80er-Jahre fort. Enthalten sind neun brandneue Studiotracks und ein paar schon bekannte Singles, darunter „My Oh My“ mit den jüngeren Kolleginnen Bebe Rexha und Tove Lo. Damit beweist die zweifache Grammy-Gewinnerin einmal mehr, dass gute Popmusik absolut keine Frage des Alters ist.

Weitere Gäste sind The Blessed Madonna („Edge Of Saturdaynight“) und Sia („Dance Alone“). Etwas aus der Reihe fällt „Midnight Ride“, eine Dancefloornummer mit starkem Country-Einschlag. Die Kollaboration mit dem südafrikanischen, in Kanada angesiedelten Countrysänger Orville Peck und dem DJ Wesley Pentz alias Diplo war auch schon auf Pecks kürzlich erschienenem Album „Stampede“ enthalten.

Ein etwas schaler Aufguss
So ganz lässt sich das Erfolgsmodell dann doch nicht kopieren. „Tension II“ ist zwar ein solides Popalbum. Im direkten Vergleich mit „Tension“ schneidet das Partneralbum aber klar schlechter ab. Die Songs sind nicht so eingängig, die Mischung ist nicht so homogen. Es mangelt an bleibenden Ohrwürmern. Wem „Tension“ zu elektronisch oder gar zu modern klang, der dürfte mit „Tension II“ sowieso nicht froh werden.

In der zunehmend unübersichtlichen Poplandschaft, in der die Angst vor der künstlichen Intelligenz umgeht, behauptet sich Kylie Minogue dennoch weiter in der ersten Liga. Und die „Princess Of Pop„ wird auf ihrer „Tension“-Tournee wieder die großen Hallen füllen. In ihrer einstigen Wahlheimat London, wo sie dieses Jahr erst im riesigen Hyde Park auftrat, wird sie nächstes Jahr gleich viermal in der großen O2-Arena auftreten. Ein Österreichtermin ist aktuell nicht vorgesehen.

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