„Lohnt sich nicht“

Angeblicher Abschiedsbrief Epsteins veröffentlicht

Ausland
07.05.2026 07:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein Gericht in New York hat einen angeblichen Abschiedsbrief des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Bisher war das Dokument nicht Teil der Untersuchungen des US-Justizministeriums.

Ein Zellengenosse Epsteins soll das Schreiben nach einem ersten mutmaßlichen Suizidversuch des Sexualstraftäters im Juli 2019 in einem Comic-Roman gefunden haben, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf den Mitinsassen. Das Schreiben soll der Zellengenosse seinen Anwälten gegeben haben, um Vorwürfe zu entkräften, er habe Epstein angegriffen.

„Sie haben nichts gefunden“
In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Sie haben monatelang gegen mich ermittelt – UND NICHTS GEFUNDEN!!!“. Es sei „ein Privileg, sich den Zeitpunkt für den Abschied selbst aussuchen zu können“. Der Verfasser des Schreibens kommt zu dem Schluss: „KEIN SPASS“ – das sind die einzigen unterstrichenen Wörter. Weiter heißt es in dem Dokument, ebenfalls in Großbuchstaben: „LOHNT SICH NICHT!!“. Das Schreiben erwähnt weder Epsteins Namen noch ist es unterschrieben.

Epstein, der 2019 in Haft Suizid beging, soll zahlreiche junge Frauen, darunter auch Minderjährige, sexuell missbraucht und zum Teil an Bekannte weitergegeben haben. Er hatte ein weit verzweigtes Netzwerk geknüpft und Kontakt zu zahlreichen prominenten Personen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gehabt.

Österreichisches Opfer identifiziert
Eines von Hunderten Opfern ist laut Recherchen des ORF aus Österreich gekommen. Die Frau habe demnach mehrere Jahre lang intensiven Kontakt mit dem Amerikaner gehabt. In der Zeit zwischen 2011 und 2013 sei sie „verbal und physisch“ missbraucht worden, gab sie gegenüber dem ORF an, wie dieser am Mittwoch berichtete. Laut den Recherchen übte der Amerikaner auch immer mehr Druck auf die Wienerin aus, dass auch sie Mädchen und junge Frauen für ihn rekrutieren sollte. Ein Verhalten, das der Multimillionär häufig an den Tag legte.

Durch die Veröffentlichung der Akten des Sexualstraftäters durch das amerikanische Justizministerium, das zahlreiche Identitäten von Betroffenen offenlegte, fühlt sich die Wienerin retraumatisiert. Viele Opfer brachten deshalb bereits eine Sammelklage gegen die US-Regierung ein.

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