Nachdem erst kürzlich EA-Manager John Riccitiello (siehe Infobox) wegen finanziellen Misserfolgs seinen Posten zur Verfügung stellte, nimmt mit Yoichi Wada der zweite Topmanager in einem Spieleunternehmen innerhalb weniger Wochen seinen Hut. Der Grund für den Rücktritt ist in beiden Fällen der gleiche: Die Betriebsergebnisse blieben hinter den Erwartungen zurück.
Im Falle von Square Enix musste für das laufende Geschäftsjahr ein "außerordentlicher Verlust" von rund 138 Millionen US-Dollar bekannt gegeben werden. Zuvor war man von einem bescheidenen Gewinn in Höhe von 37 Millionen US-Dollar ausgegangen. Grund für die schwachen Zahlen sind dem Technikblog "The Next Web" zufolge schwache Verkaufszahlen und Umstrukturierungen.
Spiele verkauften sich schlechter als erwartet
Demnach hätten sich einige teure Produktionen wie etwa das Hongkong-GTA "Sleeping Dogs", die Auftragskiller-Simulation "Hitman: Absolution" und der neueste Ableger der altehrwürdigen "Final Fantasy"-Reihe nicht so gut verkauft wie vom Publisher zunächst erhofft.
Um wieder Oberwasser zu bekommen, plant Square Enix nun eine Reihe von Reformen, die sich auch beim Betriebsergebnis niederschlagen. So resultiere ein großer Teil der Verluste aus diesen geplanten Reformen, berichtet die Website. Sie seien allerdings notwendig. Die japanische Spieleindustrie habe in den vergangenen Jahren immer mehr den Anschluss an die westliche Konkurrenz verloren und deswegen akuten Aufholbedarf.
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