Druck macht das Bündnis gegen Armut und Wohnungsnot in Tirol in Sachen leistbarem Wohnen mit einem Bündel an Vorschlägen. Die Forderungen richten sich an die Politik auf allen Ebenen. Die derzeitige Situation sei jedenfalls ein Armutszeugnis.
Eine Lösung für die absurd teuren Wohnkosten in Tirol gibt es zwar nicht – aber viele. Das Bündnis gegen Armut und Wohnungsnot präsentiert ein 28 Maßnahmen umfassendes Forderungspaket und richtet sich damit an die heimische Politik.
Es sei ein Armutszeugnis für Tirol, dass etwa Frauen in gewaltvollen Beziehungen bleiben müssen, weil sie sich die Miete für eine eigene Wohnung nicht leisten können, beschreibt Julia Schratz, lilawohnt-GF, einen Aspekt der Misere und betont: „Jetzt muss gehandelt werden! Die Situation in Tirol ist dramatisch.“
Jetzt muss gehandelt werden! Die Situation in Tirol ist dramatisch.
Julia Schratz, Geschäftsführerin von lilawohnt
Zu begrüßen seien die neuen Richtlinien der städtischen Wohnungsvergabe, man habe hier viele Akteure mit Expertenwissen ins Boot geholt. Doch es brauche weitere Umsetzungen, vor allem auch auf Bundes- und Landesebene. 28 Maßnahmen hat das Bündnis ausgearbeitet, wie etwa:
Statt Sparkurs soll man Budgetgrenzen überwinden
In der Koalitionsvereinbarung der Landesregierung stünden bereits gute Vorschläge, man warte hier allerdings noch auf die Umsetzung. So müssen etwa auch die Gemeinden mehr in die Pflicht genommen werden, leistbares Wohnen umzusetzen.
Um beim leistbaren Wohnen in die Gänge zu kommen, müsse man auch Budgetgrenzen überwinden – der Sparkurs sei der falsche Weg, betonen Michael Hennermann (Verein für Obdachlose), Wilfrid Pleger (Lebenshilfe) und Julia Schratz (lilawohnt).
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