Tier durchbrach Sperre
Toter und Verletzte bei Stierhatz in Spanien
Bei einem Stadtfest in Spanien hat ein Kampfbulle einen Zuschauer (80) getötet und mindestens drei weitere Menschen zum Teil schwer verletzt. Die Polizei erschoss den Stier und leitete Ermittlungen ein.
Das Unglück ereignete sich beim Stadtfest in Pantoja, rund 50 Kilometer südlich von Madrid entfernt. Ein Stier durchbrach die Sperren der Laufstrecke und nahm mehrere Zuschauerinnen und Zuschauer auf seine Hörner. Ein 80-Jähriger sei seinen Verletzungen erlegen, berichtete der Notdienst der spanischen Region Kastilien-La Mancha. Mindestens drei weitere Menschen seien verletzt worden, darunter ein etwa vier Jahre altes Mädchen.
Unfälle mit tödlichem Ausgang sind bei den sommerlichen Stierläufen in Spanien keine Seltenheit. Betroffen sind im Regelfall allerdings die sogenannten Läufer, sprich jene jungen Männer, die die Stiere vormittags durch die abgesperrten, oft sehr engen Gassen der Altstädte für die Kämpfe in die Arena treiben.
Hier sehen Sie einen Tweet zu dem Vorfall.
Hohe Einnahmen
Bei diesen Mutproben versuchen die Läufer dann, so nah wie möglich an oder vor den oft bis zu 600 Kilogramm schweren Kampfbullen zu laufen, und diese anzufassen, ohne von ihnen erwischt zu werden.
Obwohl von Jahr zu Jahr mehr Menschen gegen das traditionelle Spektakel protestieren, werden diese Veranstaltungen in den meisten Regionen Spaniens nicht wirklich infrage gestellt. Oft haben die Städte dadurch viele Einnahmen. In Pamplona reisen jedes Jahr mehr als eine Million Schaulustige an.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.