07.03.2013 12:11 |

"LaFerrari"

Der Über-Ferrari: Hybrid, fast 1.000 PS, schnellster ever

In Deutschland gibt es "Das Auto", den VW Golf. In Italien dagegen gibt es jetzt "LaFerrari", und zwar den Überdrüber-Sportwagen als Nachfolger für den Ferrari Enzo. Kann man mehr über die Autoaffinität einer Nation sagen? Man kann vielleicht präzisieren: HY-KERS, 963 PS, 0-300=15, Top Speed über 350 km/h.

Es ist der schnellste Ferrari aller Zeiten, die Hausstrecke in Fiorano umrundet LaFerrari fünf Sekunden schneller als der Enzo und immer noch drei Sekunden schneller als der aktuelle F12 Berlinetta. Und es ist der erste Ferrari-Hybrid für die Straße. Der Hybridantrieb besteht aus einem 800 PS starken Mittelmotor-V12 mit 6.262 cm³ und einem 120 kW/163 PS leistenden Elektromotor, der am Getriebe angebracht ist. Der V12 hat eine Literleistung von 128 PS/Liter, das maximale Gesamtdrehmoment beträgt über 900 Nm. Die Fahrleistungen sind atemberaubend: unter drei Sekunden von null auf 100 km/h, null bis 200 in unter sieben, 15 Sekunden bis 300 km/h.

Als Normverbrauch gibt Ferrari 13,9 l/100 km an (330 g/km), rein elektrisches Fahren ist nicht möglich, "weil das nicht der Natur des Fahrzeugs entspricht", heißt es. Zu Testzwecken hat man das im Rahmen der Entwicklung aber ausprobiert und ist so auf einen kombinierten CO²-Ausstoß von 220 g/km gekommen.

"La F" verfügt über ein Kohlefaser-Chassis, das unter Leitung von Formel-1-Chefdesigner Rory Byrne in der F1-Werkstatt von Hand laminiert wird. Damit wiegt der Hybridsportler nur 1.365, wovon 60 kg die Lithium-Ionen-Batterien ausmachen. 59% des Gewichts lasten auf der Hinterachse, der Schwerpunkt liegt 35 mm tiefer als beim Enzo. Die Aerodynamik ist aktiv ausgelegt und passt sich ständig selbsttätig an die Fahrzustände an, vorne wie hinten. Für die Verbindung zur Straße sorgen Pirelli Pzero in den Dimensionen 345/30-20 hinten und 265/30/19 vorne, dahinter arbeiten Brembo-Karbon-Keramik-Bremsen.

Der Fahrersitz ist fixiert und an den Fahrer angepasst. Er kann allerdings die Pedalerie und das Lenkrad nach Bedarf einstellen, wobei bei der Sitzposition die F1-Stars Fernando Alonso und Felipe Massa ihre Erfahrung eingebracht haben.

Wer einen (bzw. eine) der "LaFerraris" haben möchte – es gibt sie nur noch secondhand. Insgesamt 499 Stück werden gefertigt, laut Ferrari liegen mehr als doppelt so viele Bestellungen vor. Das Gerät ist aber auch ein echtes Schnäppchen, Ferrari verlangt 1 Million Euro plus Steuern. Der Lamborghini Veneno kostet dreimal so viel – dafür wird es auch nur drei Stück davon geben.

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