"Busted" sind in gewisser Weise ein Phänomen. Einerseits aalglatt wie jede andere Boyband, andererseits garantiert nicht gecastet und vor allem ist bei ihnen alles echt - von den Texten bis hin zur Musik.
Und trotzdem vermeint man es hier mit einemtypischen Kunstprodukt zu tun zu haben. Die Zwiespältigkeitzeigt sich auch an den britischen Kritikern, die nicht so rechtwissen was sie mit den drei Londoner Boy Pin Ups Charlie, Jamesund Mattie anfangen sollen. Ihr Smash-Hit "Why I go to schoolfor" fährt zwar wie die Post, ist aber gerade noch so radiotauglich,dass er sogar auf Ö3 rauf und runter läuft. Und dannerst die Sprache der bösen Jungs: Anstatt britischer verwendensie doch glatt US-amerikanische Idiome und machen sich damit inder Heimat nicht gerade viel Freunde. Dass sie ihre Songs selberschreiben und auch alle Instrumente selber bedienen macht sieaber wieder sympathisch . . .
Hört man sich das selbstbetitelte Album einmalgenauer durch, fällt auf, dass sich die Jungs wirklich redlichMühe geben, immer am Puls ihrer jugendlichen Zeit zu sein.Die Texte wirken, als würden sie von Herzen kommen und wennsie sich jetzt noch ihre Schmalz triefenden Balladen sparen würden,könnte man fast versucht sein, das Album als äußerstgelungen zu bezeichnen. So reicht es nur für ein durchausansehnliches Debüt, das aber vor allem unter den weiblichenFans reichlich Anklang finden wird. Und eines steht fest: Auchals männlicher Fan muss man sich nicht schämen, alssolcher zu outen, was ja bei Alben von, z. B. O-Town, durchausder Fall ist...
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