Weil sie Neufundländer-Welpen als reinrassig verkauft haben soll, obwohl sie Mischlinge waren, steht eine Steirerin demnächst in Graz vor Gericht. Die 49-Jährige leugnet den Betrug. Sie hätte selbst nicht gewusst, dass der Deckrüde aus Deutschland nicht reinrassig war.
Der Legende nach war es ein schwarzer Neufundländer, der Kaiser Napoleon bei seiner Flucht von Elba vor dem Ertrinken im stürmischen Meer rettete. Der liebevolle Riese hat es auch einer Steirerin angetan, die Neufundländer schließlich züchten wollte. Die 49-Jährige reiste mit ihrem Vierbeiner sogar extra nach Deutschland, um ihn decken zu lassen – angeblich unwissend, dass der Rüde nicht reinrassig war.
Kunden zahlten Großteil angeblich „schwarz“
Zehn Welpen gingen aus der Verbindung hervor. Der herzige, wuschelige Nachwuchs wurde um 1800 Euro verkauft. 800 Euro wurden auf das Konto der Züchterin eingezahlt, 1000 Euro wechselten bar den Besitzer. Die Schwarzzahlungen sollen für die Kundschaft kein Problem gewesen sein. Auch nicht, dass die Steirerin keine eingetragene Züchterin war. Daraus hätte sie auch kein Geheimnis gemacht.
DNA-Test brachte die Wahrheit ans Licht
Doch dann wurde eine der Neo-Besitzerinnen in der Hundeschule darauf angesprochen, dass ihr Neufundländer auffallend klein und auch viel zu schlank für einen Rassehund sei. Daraufhin machte sie einen Gentest. Und da stellte sich heraus, dass das Tier ein Neufundländer-Landseer-Mischling ist – und so gar nicht reinrassig. Wert laut Gutachter maximal 500 Euro.
Demnächst muss sich die Züchterin in Graz vor Gericht verantworten. Sie leugnet den Betrug.
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