Der Tatverdacht sei laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck, Hansjörg Mayr, ausgeräumt, hieß es in einem Bericht des ORF. Die Frau sei vor vier Jahren auf eigenen Wunsch sterilisiert worden und nicht von Mitarbeitern der Lebenshilfe dazu genötigt worden. Dies ergebe sich aus Unterlagen der Klinik sowie einem danach eingeholten Gutachten.
Die Sachwalterin der Frau zeigte sich aber nach wie vor überzeugt, dass es sich um eine erzwungene Sterilisation gehandelt habe. Sie überlege Schritte, den Fall noch einmal prüfen zu lassen. Bei der Lebenshilfe habe man sich erleichtert gezeigt und betont, man lehne Zwangssterilisationen als massive Menschenrechtsverletzung ab.
"Sonst flieg' ich aus der Lebenshilfe raus"
Die 34-Jährige hatte Anfang Oktober 2012 - wie berichtet - gegenüber dem ORF-Radio angegeben, die Sterilisation sei im Jahr 2009 nach einem routinemäßigen Besuch bei einem Frauenarzt im Spital durchgeführt worden. Als ihr die Einverständniserklärung von einer Betreuerin und einem Arzt vorgelegt worden sei, habe sie sich geweigert. "Ich habe gesagt: Das will ich nicht unterschreiben. Ich habe das nicht einmal lesen dürfen. Irgendeiner hat dann gesagt, ich muss das unterschreiben, sonst flieg' ich aus der Lebenshilfe raus und bekomme Probleme", wurde die Frau damals zitiert.
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