27.02.2013 14:11 |

Schon 2007 in Umlauf

AKW-Wurm Stuxnet laut Symantec älter als gedacht

Der Stuxnet-Wurm, der das iranischen Atomprogramm sabotieren sollte, ist nach neuen Erkenntnissen von Experten deutlich älter als gedacht. Die Spezialisten der amerikanischen IT-Sicherheitsfirma Symantec haben eine Stuxnet-Variante entdeckt, die offenbar schon im Jahr 2007 in Umlauf gebracht wurde, wie sie in einem Bericht schreiben. Ein Server zur Kontrolle des Programms sei sogar schon 2005 geschaffen worden. Die bisher bekannten ältesten Stuxnet-Varianten stammten aus dem Jahr 2009.

Nach Einschätzung von Experten und Medieninformationen aus Sicherheitskreisen wurde Stuxnet von amerikanischen und israelischen Geheimdiensten programmiert. Ziel des außergewöhnlich aufwendigen Schadprogramms war es, Zentrifugen zur Uran-Anreicherung zu sabotieren. Der Wurm sorgte für viel Aufsehen, weil er bewies, dass Industrieanlagen Ziel von Cyberattacken werden können. Stuxnet dürfte das iranische Atomprogramm deutlich zurückgeworfen haben.

Die nun entdeckte ältere Version störte die Zentrifugen auf andere Weise als die bisher bekannten Varianten, berichtet Symantec. Sie brachte Gasventile durcheinander, während spätere Versionen die Geschwindigkeit der Zentrifugen manipulierten. Damit sei auch das "fehlende Glied" gefunden worden, das bisher rätselhafte Reste von Software-Code in Stuxnet erklärte, schreiben die Symantec-Experten.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen