Furchtbares Unglück in Schärding (OÖ): Zwei Bauarbeiter wurden dort Dienstagvormittag bei Umbauarbeiten eines alten Gebäudes offenbar verschüttet und unter den Trümmern begraben. Da das Gebäude massiv einsturzgefährdet ist, können die Einsatzkräfte dieses nicht betreten. Bei den Arbeitern soll es sich um zwei 23-Jährige handeln.
Sieben Feuerwehren, Polizei, Rettung, Notärzte, Kriseninterventionsteam und die Suchhundestaffel des Roten Kreuzes wurden Dienstagvormittag nach Schärding alarmiert. Dort dürfte laut Auskunft der Feuerwehr Schärding bei Umbauarbeiten eines alten, denkmalgeschützten Gebäudes eine rund 20 Quadratmeter große Decke eingestürzt sein und zwei Bauarbeiter unter sich begraben haben. Eine Person konnte sich gerade noch rechtzeitig retten.
Einsturzgefahr bei Gebäude
Die Suche nach den beiden Verschütteten läuft auf Hochdruck. Zuerst dürfte massive Staubbildung den Einsatz erschwert haben. Dann musste die Suche nach den Vermissten durch die Feuerwehren laut „Krone“-Infos unterbrochen werden, weil beim Gebäude offenbar akute Einsturzgefahr bestand. Am späteren Vormittag wurde das Haus von einem Statiker überprüft – währenddessen war die Suche aus Sicherheitsgründen ausgesetzt.
Aber: „So lange Hoffnung besteht, arbeiten wir weiter“, sagt Herbert Kirchberger, Vize-Bezirkskommandant der Polizei.
Das Betreten der Einsatzstelle ist derzeit nicht möglich. Die Überlebenschance ist sehr, sehr gering.
Markus Furtner, Feuerwehr Schärding
Ortung durch Schall
„Wir tun alles, was wir können. Derzeit können wir nur Sicherungsmaßnahmen durchführen“, erklärt Markus Furtner von der Feuerwehr Schärding. Mittlerweile sollen bereits zwei Decken eingestürzt sein, immer wieder sind auch Teile aus den oberen Stockwerken eingestürzt. „Das Betreten der Einsatzstelle ist derzeit nicht möglich. Die Überlebenschance ist sehr, sehr gering“, so Furtner. Die beiden Nachbargebäude wurden evakuiert.
In den Nachmittagsstunden trafen spezielle Schallortungs-Geräte des Bundesheeres ein. Mit ihrer Hilfe wurde das eingestürzte Gebäude auf Überlebenszeichen durchsucht. Leider ohne Erfolg. Jedoch geben die Einsatzkräfte die Hoffnung nicht auf: Spezialhunde wurden ebenso angefordert wie Bohrgeräte, die einen Zugang zur Unfallstelle über die Nebengebäude ermöglichen könnten.
Laut „Krone“-Informationen soll es sich bei den beiden Verschütteten um zwei 23-jährige Asylwerber aus Syrien handeln. Jener Arbeiter, der sich gerade noch aus dem Gebäude retten konnte, dürfte ein Innviertler Bauunternehmer sein.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.