Den "Horror-Knast" hat der Ex-Zuhälter hinter sich. Die Zeit im härtesten Gefängnis Paraguays sieht man ihm aber nicht an, als der 44-Jährige am Donnerstag vor Richter Gerhard Pöllinger Platz nimmt.
"Es geht heute nur um den Versicherungsbetrug und nichts anderes", stellt Staatsanwältin Sandra Agnoli sofort klar. Denn gegen H. wurde jahrelang wegen Mordverdachts im Fall um die vermisste Michaela G. ermittelt. In Österreich darf er dafür jedoch nicht verfolgt werden – das war die Bedingung Paraguays, um der Auslieferung zuzustimmen (siehe Infobox).
"Es war ein Racheakt des Rotlichtmilieus"
Den Mordermittlern der Kripo sind daher die Hände gebunden. Sie müssen sich vielmehr Fragen des Richters gefallen lassen, warum sie und nicht nur die Brandexperten nach dem Feuer ermittelt haben, das Sandro H.s Haus 2006 in Schutt und Asche gelegt hatte. Der Kärntner soll das Feuer selbst in Auftrag gegeben und 321.000 Euro von der Versicherung kassiert haben, so der Vorwurf. H. bestreitet: "Es war ein Racheakt des Rotlichtmilieus." Es wurde vertagt.
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