Weltgrößte Airline

American Airlines und US Airways beschlossen Fusion

Wirtschaft
14.02.2013 07:58
Die beiden US-Fluggesellschaften American Airlines und US Airways haben nach Angaben aus Verhandlerkreisen ihre Fusion beschlossen. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen hätten dem Zusammenschluss zugestimmt, hieß es am Mittwochabend. Die neue Mega-Airline wäre nach Passagierzahlen die größte Fluggesellschaft der Welt.

Die Einigung über die Fusion dürfte den Angaben zufolge am Donnerstag auf einer Pressekonferenz offiziell verkündet werden. Die neue Fluggesellschaft werde den Namen American Airlines tragen, hieß es aus den Verhandlungskreisen. Der Hauptsitz solle am American-Standort in Dallas-Fort-Worth im US-Staat Texas sein. 

Der Chef von US Airways, Doug Parker, dürfte an die Spitze der neu entstehenden Fluggesellschaft rücken, sein American-Airlines-Kollege Tom Horton dürfte dem Verwaltungsrat vorsitzen. Nach allem, was bisher aus den Verhandlungen nach außen gedrungen ist, soll die American-Airlines-Seite 72 Prozent der Anteile am neuen Unternehmen halten, auf die kleinere US Airways entfielen demnach 28 Prozent. 

Größte Airline der Welt
Die beiden Fluggesellschaften würden zusammen nach Passagierzahlen die größte Airline der Welt bilden. Diese würde über mehr als 1.500 Maschinen verfügen und 6.400 Flüge täglich anbieten. 

Die Umsätze von American Airlines und US Airways beliefen sich im vergangenen Jahr auf zusammen 38,7 Milliarden Dollar (28,9 Milliarden Euro). Das Gemeinschaftsunternehmen würde sich an den US-Konkurrenten United und Delta vorbeischieben, die selbst Fusionen mit Continental beziehungsweise Northwest hinter sich haben.

Spekulationen über Fusion schon seit Ende 2011
Spekulationen über die Mega-Fusion gab es, seit die angeschlagene American Airlines im November 2011 Gläubigerschutz beantragen musste. Die Erfolgsaussichten wuchsen im vergangenen April, als Gewerkschaftsvertreter öffentlich ihre Unterstützung für den Schritt erklärten. Im August schlossen beide Fluggesellschaften dann eine Stillschweige-Vereinbarung und tauschten Informationen aus, um eine mögliche Fusion zu prüfen.

Da American noch immer unter Gläubigerschutz steht, müssen dem Zusammenschluss nicht nur die Wettbewerbsbehörden und die Aktionäre zustimmen, sondern auch das für das Insolvenzverfahren zuständige Gericht. Bis zum endgültigen Zusammengehen kann es dadurch aber noch Monate dauern.

Das neue Unternehmen soll Kreisen zufolge in der Luftfahrtallianz Oneworld bleiben, der etwa auch British Airways angehört. Das bedeutet, dass US Airways das Konkurrenzbündnis Star Alliance verlassen wird, zu deren Mitgliedern die AUA-Mutter Lufthansa zählt. Die deutsche Lufthansa hat aber mit United weiter einen wichtigen Partner in den USA in der Allianz.

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