Nach dem Verhängen hoher Zölle auf Elektroautos hat die chinesische Botschaft in Kanada mit Gegenmaßnahmen gedroht. Der Zoll in Höhe von 100 Prozent werde „den Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und Kanada schaden“, hieß es.
Die kanadische Regierung handle dabei gegen die Interessen ihrer Verbraucherinnen, Verbraucher und Unternehmen. Zudem werde dem globalen Kampf gegen den Klimawandel geschadet.
Kanadas Regierung hatte zuvor auch Zölle auf chinesische Stahl- und Aluminiumprodukte angekündigt. Damit sollen faire Bedingungen für die einheimische Industrie geschaffen werden, sagte Finanzministerin Chrystia Freeland. Argumentiert wurde, dass chinesische Hersteller unter anderem von lascheren Standards beim Schutz des Personals und der Umwelt sowie von einer staatlich angeordneten Politik der Überkapazitäten profitieren würden.
Streit um Handelspraktiken mit EU
Die US-Regierung hatte im Mai Zusatzzölle von 100 Prozent auf Elektroautos aus China angeordnet. Die EU-Kommission zog im Juni mit eigenen Plänen nach, die aber unterschiedliche Zölle zwischen 17,4 und 37,6 Prozent je nach Hersteller vorsehen. In Brüssel ist unter anderem von unfairen Subventionen für Autobauer die Rede. Zuvor war es im Streit um Subeventions- und Handelspraktiken zu keiner Einigung gekommen.
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