Nach Mega-Blackout

Tausende Haushalte in Berlin weiterhin ohne Strom

Ausland
06.01.2026 11:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach einem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke sind im Südwesten Berlins weiterhin rund 26.900 Haushalte ohne Strom. Auch 1220 Gewerbebetriebe sind betroffen. 

Auslöser des großflächigen Stromausfalls war ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal. Die Tat wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Linksextremisten zugeschrieben. Der Netzbetreiber Stromnetz Berlin rechnet damit, die Versorgung bis Donnerstagnachmittag vollständig wiederherzustellen.

Die Polizei stufte ein Bekennerschreiben einer Organisation namens Vulkangruppe als glaubwürdig ein. Die Ermittlungen führt derzeit die Berliner Generalstaatsanwaltschaft. Ob die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe den Fall übernimmt, ist noch offen.

Seit Tagen frieren Tausende Berliner im Dunkeln, während Notstromaggregate brummen
Seit Tagen frieren Tausende Berliner im Dunkeln, während Notstromaggregate brummen(Bild: EPA/FILIP SINGER)
Grund für den großflächigen Stromausfall war ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am ...
Grund für den großflächigen Stromausfall war ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal.(Bild: AFP/HANDOUT)
Seit Samstagfrüh waren zunächst etwa 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbeeinheiten ohne Strom.
Seit Samstagfrüh waren zunächst etwa 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbeeinheiten ohne Strom.(Bild: EPA/FILIP SINGER)

Industrie fordert besseren Schutz der Infrastruktur
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte als Reaktion auf den Brandanschlag ⁠auf die Stromversorgung in Berlin einen besseren Schutz kritischer Infrastruktur. „Hybride Bedrohungen und gezielte Angriffe auf kritische Infrastrukturen wie Energieversorgung, Logistik oder Kommunikation sind längst Realität“, erklärte der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch am Dienstag. 

„Sie treffen das Rückgrat unserer Wirtschaft und sind ein direkter Angriff auf staatliche Handlungsfähigkeit und unsere Gesamtverteidigung.“ Die Politik unterschätze offenbar nach wie vor die Dringlichkeit, auf diese wachsenden Bedrohungen angemessen zu reagieren. „Wir brauchen eine Sicherheitsarchitektur, die der hybriden Bedrohungslage gerecht wird.“

Die deutsche Regierung will mit einem Gesetz verpflichtende Vorgaben für Einrichtungen der sogenannten Kritischen Infrastruktur (Kritis) schaffen, um Deutschland etwa besser vor Sabotage zu schützen.

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