Wer ist der Schnellste auf der Zille? Von 22. bis 25. August rudern die Feuerwehrleute auf der Thaya beim kräfteraubenden Bewerb um die begehrten Medaillen.
Kraft und Technik sind von 22. bis 25. August in Raabs an der Thaya im Waldviertel gefragt, wenn dort die 66. Landeswasserdienstleistungsbewerbe über die Bühne gehen. Sie sind der absolute Höhepunkt im dichten Wettkampfkalender der Florianis. 1,2 Kilometer lang ist die Strecke, die die Wassersportler mit der Zille zurücklegen müssen. Eine Hälfte wird gerudert, die andere Hälfte muss das Boot mit dem Schiffshaken geschoben werden.
Schwimmholz, Wendung und Tore
Und als wäre das nicht anstrengend genug, müssen die Kameraden noch ein Schwimmholz, das eine ertrinkende Person simulieren soll, bergen, mit der Zille eine 360-Grad-Wendung absolvieren und sie durch zwei schmale Tore lenken. Etwa sieben Minuten brauchen die schnellsten Athleten dafür.
Wer die Strecke ohne Fehler in der vorgeschriebenen Zeit bewältigt, kann sich über eine begehrte Bronze- oder Silbermedaille freuen. Der Schnellste darf sich bester Zillenfahrer Niederösterreichs nennen.
Mehr als 1000 Besatzungen nehmen den Bewerb in Angriff, davon auch mehr als 50 weibliche Teams. „Schon der kleinste Fehler oder Kräfteverlust wird unweigerlich zum Ausfall führen“, berichten erfahrene Zillenfahrer von den körperlich und technisch hohen Anforderungen.
Im Ernstfall hilft oft nur die Zille
Genau diese werden aber auch im Ernstfall benötigt. Denn um für solche gewappnet zu sein, gibt es überhaupt Bewerbe wie diese. Schließlich vergeht in Niederösterreich kaum ein Jahr, in dem keine Bäche oder Flüsse über die Ufer treten. Wenn Siedlungen überschwemmt und Menschen eingeschlossen sind, kann die Rettung nämlich oft nur mit Zillen erfolgen.
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