Bei internem Testflug

Drohnen-Prototyp setzt Dach nach Absturz in Brand

Kärnten
13.08.2024 18:45

Eine Klagenfurter Firma, die spezialisierte Drohnen herstellt, testete ein neues Modell. Bei einem Testflug über dem eigenen Gebäude, bei dem auch die Photovoltaik-Anlage inspiziert werden sollte, kam es aber zum Absturz.

Über dem eigenen Gebäude stieg am Montag ein hochwertiger Prototyp eines Drohnen-Bauers auf. Die Geräte der Klagenfurter Firma sind auf die Überwachung von Windkraftanlagen, Stromleitungen, aber auch Photovoltaik-Anlagen spezialisiert. „Bei diesem Testflug sollte unter anderem auch die auf dem Dach der Firma befindliche PV-Anlage inspiziert werden“, erklärt ein Polizist.

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Die teure Drohne wurde durch den Brand völlig zerstört. Wie, wenn man einen Schweinsbraten zu lang im Backrohr gelassen hat.

Helmut Unterluggauer, Oberbrandrat, Berufsfeuerwehr Klagenfurt

Doch während des Testflugs trat aus noch unbekannten Gründen bei dem Prototyp ein Systemfehler auf. „Die Drohne, die sicher mehrere Tausend Euro kostet, stürzte auf das Dach“, beschreibt Helmut Unterluggauer, Berufsfeuerwehr Klagenfurt, den Vorfall. „Erst brannte das Gerät, dann fing die Plastikfolie des Flachdaches Feuer. Dadurch kam es zur starken Rauchentwicklung.“

Dunkler Rauch stieg von dem Flachdach des Gebäudes auf. Durch die hohen Temperaturen des Feuers ...
Dunkler Rauch stieg von dem Flachdach des Gebäudes auf. Durch die hohen Temperaturen des Feuers zersprang bei den dortigen PV-Paneelen das Glas.(Bild: Berufsfeuerwehr Klagenfurt)

Der Brand entwickelte so hohe Temperaturen, dass bei 16 Photovoltaik-Paneelen das Glas zum Bersten gebracht wurde. Bei den Drohnen kommen Lithium-Ionen-Akkus zu Einsatz. Starke mechanische Schäden können zu einer chemischen Kettenreaktion führen, bei der bis zu 800 Grad erreicht werden.

„Dabei wurde die Drohne völlig zerstört“, erklärt Unterluggauer. „Unsere Einsatzkräfte konnten den Brand dann zwar schnell löschen, aber vorsichtshalber wurde ein Teil des Dachstuhls geöffnet, um einen möglichen Glosbrand zu erkennen.“ Mit einer Wärmebildkamera wurden die Stellen untersucht – bald konnte dann Entwarnung gegeben werden.

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