"Ich habe einen dumpfen Knall vom Motorraum her gehört und daraufhin den Laster abgebremst, es sind gleich Flammen neben dem Führerhaus herausgeschlagen", so der 52-jährige Lkw-Chauffeur zur "Krone". Markus B. versuchte noch vergeblich, das Feuer zu löschen. "Als die Löschgeräte leer waren, habe ich die Notrufnummer gewählt und die Feuerwehr verständigt." Nach wenigen Minuten seien die Einsatzkräfte eingetroffen. "Die waren wirklich sehr schnell."
Zur Brandbekämpfung in der stark verrauchten Röhre rückten acht Feuerwehren aus Tirol und Vorarlberg mit rund 100 Mann an. Gegen 2.25 Uhr waren die Flammen gelöscht. Der Lkw brannte aber vollständig aus. Am Anhänger, der mit Druckplatten beladen war, entstand erheblicher Sachschaden.
Alarmierung hat "sehr gut funktioniert"
Die Asfinag-Mitarbeiter der Tunnelaufsicht und die Feuerwehr hätten den Brand jederzeit unter Kontrolle gehabt. Die Alarmierung habe "sehr gut funktioniert", der Tunnel sei wegen der Rauchentwicklung sofort gesperrt worden, so Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl.
Glücklicherweise habe es in der Nacht kaum Verkehr gegeben, so hätten sich nur wenige Fahrzeuge im Tunnel befunden. Nach den Löscharbeiten, die mit Atemschutz durchgeführt werden mussten, wurden der ausgebrannte Lkw abgeschleppt und der Tunnel entlüftet.
Leitungen durch Hitze beschädigt
Seit den frühen Morgenstunden gehe es nun um die Reparaturarbeiten an den Tunneleinrichtungen. Bei dem Brand seien Elektroleitungen für die Beleuchtung und ein für die Sicherheit unerlässliches Brandmeldekabel beschädigt worden. "Wir haben auch leichte Schäden an der Fahrbahn, die wir im Zuge einer Nachtsperre beheben werden. Vorrangig ist aber jetzt einmal die Wiedereröffnung des Tunnels", erklärte Holzedl gegen 9 Uhr.
Zu gröberen Verkehrsproblemen oder Staus sei es aufgrund der Sperre nicht gekommen, hieß es seitens des ÖAMTC. Ab 8 Uhr wurden die Fahrzeuge auf der Arlberg-Schnellstraße nur mehr wechselseitig angehalten. Kurz nach 11 Uhr rollte der Verkehr dann wieder planmäßig.
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