Tödlich für Exoten

Winterkälte macht mysteriösem Drau-Reptil den Garaus

Österreich
16.01.2013 09:26
Jenes nach wie vor unidentifizierte Reptil, das im Sommer eine Attacke auf die Kleidung zweier Kinder an der Drau in Kärnten verübt haben soll, dürfte mittlerweile Geschichte sein. Das Tier hat den Winter wohl nicht überlebt. Reptilienexpertin Helga Happ: "Es ist zu kalt!"

Für Happ (Bild) ist klar: "Das Krokodil war zu 99,9 Prozent ein Waran." Genauer gesagt ein 1,5 Meter langer Bindenwaran, der normalerweise in Südostasien lebt. "Ich war im Herbst oft im Raum Sachsenburg am Drauufer mit meinem Jagdterrier unterwegs, doch wir haben nichts gefunden. Aber es gibt in diesem Gebiet so viele Versteckmöglichkeiten."

"Alles, was nicht zu uns gehört, kommt um"
Für die Expertin ist klar: "Die Natur selbst hat den Fall mit Frost und Schnee beendet. Der Winter ist bei uns der Regulator. Alles, was nicht zu uns gehört oder exotisch ist, kommt um. Unsere heimischen Reptilien verkriechen sich mehr als 80 Zentimeter tief unter der Erde, wo der Boden nicht einfriert. Exoten kennen diese Kälte nicht." Damit kann nun auch die behördliche Sicherheitssperre des Drauufers bei Sachsenburg aufgehoben werden.

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