Seit sieben Monaten steht Hanneke Faber als Nachfolgerin von Bracken Darrell an der Spitze von Logitech. Die Managerin hat sich offenbar gut eingelebt – und einige interessante Ideen. Eines davon: eine „unendliche“ Computermaus gegen Abo-Gebühr.
„Heute ist mein erster Tag im Büro in Kalifornien. Bisher war ich in der Schweiz, ihr erwischt mich also quasi an meinem ersten Arbeitstag“, sagte sie am Montag in einem Interview mit dem US-Technologieportal „The Verge“. Und sie ergänzte, sie verbringe gefühlt einen Großteil ihres Lebens im Flugzeug.
Geschäft soll verdoppelt werden
Sie habe jedenfalls ehrgeizige Pläne für Logitech: „Für das Jahr 2031, wenn Logitech 50 Jahre alt wird, haben wir uns zum Ziel gesetzt, das Geschäft zu verdoppeln und unseren ökologischen Fussabdruck um 50 Prozent zu reduzieren, während wir gleichzeitig wirklich attraktive Margen beibehalten“, sagte Faber. Sie bezeichnete dabei hybride Arbeit, Games sowie künstliche Intelligenz (KI) als die wichtigsten Wachstumstreiber für das Technologieunternehmen.
Um diese Ziele zu erreichen, hat Faber erhebliche organisatorische Veränderungen vorgenommen. Sie hat die Struktur des Unternehmens gestrafft, die Zahl der ihr Direktunterstellten etwa halbiert und konzentriert ihre Bemühungen auf drei Hauptgeschäftsbereiche: Personal Workspace, Gaming und Unternehmenslösungen.
Außerdem konsolidiert die Managerin die Markenstrategie von Logitech. Sie legt den Fokus auf die Kernmarke, die derzeit 97 Prozent des Umsatzes ausmacht. „Wir werden eine fantastische, ikonische Logitech-Marke aufbauen, und das ist unser Fokus“, erklärte Faber.
Computermaus im Abo
Die CEO stellte auch das Konzept einer „Forever Mouse“ vor – ein hochwertiges, softwarefähiges Gerät, das ständig aktualisiert werden kann und durch Abonnementmodelle neue Einnahmequellen eröffnen könnte. Dies stehe im Einklang mit Logitechs verstärktem Fokus auf Software und Dienstleistungen, insbesondere im B2B-Geschäft, so Faber.
In Bezug auf die wachsende Bedeutung von KI merkte die Managerin an, dass Logitech KI-Funktionen in seine Produkte integriert, wie z.B. den AI Prompt Builder in seiner Software. „Wir fangen an, eine Schnittstelle zu den großen Sprachmodellen zu sein“, sagte sie und positionierte Logitech an der Spitze der Mensch-KI-Interaktion.
Mit Blick auf die Zukunft ist Faber zuversichtlich, dass Logitech in der Lage sein wird, sich an die sich entwickelnden technologischen Paradigmen anzupassen. „Ich glaube, dass die Zukunft für Mensch-Technik-Schnittstellen sehr, sehr rosig ist“, schloss sie und bekräftigte das Engagement von Logitech für Innovation in einer zunehmend von KI angetriebenen Technologie-Landschaft.
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