Tote, Verletzte
Israels Armee griff Hisbollah bei Beirut an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben am Dienstag einen gezielten Schlag gegen einen Hisbollah-Anführer verübt. Dieser soll für den Beschuss der Golanhöhen mit zwölf Toten am Wochenende verantwortlich sein. In einem Vorort von Libanons Hauptstadt Beirut gab es eine Explosion (siehe Video oben).
Dabei kamen ersten Angaben nach eine Zivilistin ums Leben, 68 weitere Personen wurden verletzt. Fünf von ihnen schwebten am Dienstagabend noch in Lebensgefahr. Das Schicksal des Hisbollah-Kommandanten war laut libanesischen Sicherheitskräften vorerst unklar. Am späten Abend wurde gemeldet, dass er „ausgeschaltet“ worden sei.
Bei dem Kommandanten dürfte es sich um einen engen Berater von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah handeln, einen der höchsten Militärkommandanten in der Miliz. Die US-Behörden suchen den Mann namens Fuad Shukr, weil er in einen Anschlag auf US-Truppen in Beirut 1983 verwickelt sein soll.
Anrainerinnen und Anrainer berichteten von einem lauten Knall und einer Rauchwolke. Laut libanesischen Angaben wurden mindestens vier Gebäude bei dem Angriff beschädigt. Menschen auf der Straße riefen „Gott segne Nasrallah“ (Generalsekretär der Hisbollah, Anm.) oder „Netanyahu wird den Preis dafür zahlen.“
Netanyahu wird den Preis dafür zahlen.
Betroffene des Anschlags im Libanon
Israels Militär teilte mit, dass die Streitkräfte einen gezielten Angriff auf den Mann durchgeführt hätten, „der für die Ermordung der Kinder in Majdal Shams und die Tötung zahlreicher weiterer israelischer Zivilisten verantwortlich ist.“ Majdal Shams heißt das Dorf, in dem Kinder und Jugendliche am Wochenende bei einem Fußballspiel mit Raketen getroffen wurden.
Vergeltungsangriff erwartet
Die Regierungen Israels und der USA haben die Hisbollah für die Attacke auf die Golanhöhen verantwortlich gemacht, diese hat das wiederum zurückgewiesen. In Beirut wurde daher seit Tagen ein israelischer Vergeltungsangriff befürchtet.
Am Dienstagnachmittag war bei einem Raketenangriff auf den Norden Israels eine Zivilperson getötet worden. „Die Hisbollah hat eine rote Linie überschritten“, teilte Israels Verteidigungsminister Yoav Gallant ein weiteres Mal mit. Zuvor hatte es in Ortschaften an der Grenze zum Libanon Raketenalarm gegeben. Der libanesische Außenminister kündigte an, eine Beschwerde bei den Vereinten Nationen einzureichen. Er wolle keine Eskalation in seinem Land.











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