Warum diese Sportart für die Land- und Forstwirtschaft so wichtig ist und wie die LFS Litzlhof in Oberkärnten zum Aushängeschild weit über Österreichs Grenzen hinaus wurde.
In nur acht Sekunden wechselt er die Kette. Und 30 Äste eines Stammes abzusägen, schafft er innerhalb von nur 13 Sekunden. Wenn einer die Motorsäge beherrscht, dann wohl der im Waldsport amtierende Weltmeister Mathias Morgenstern!
Als Zuseher sieht es einfacher aus, als es ist. „Hier braucht es mentale Stärke, höchste Konzentration, körperliche Fitness, Körperspannung, Geschwindigkeit und besonderes Durchhaltevermögen“, betont Armin Graf, Trainer und ehemaliger Lehrer, beim Besuch der „Krone“ am Litzlhof.
Dafür wurde ein eigener Verein gegründet
Bereits vor mehr als zehn Jahren rief Graf den Waldsportverein Litzlhof ins Leben. Und damit hat sich die Schule in Lendorf wohl weltweit einen Namen gemacht. „Wir haben mit unserem Team mehr Medaillen geholt als der Rest der Welt. Bei 24 Staatsmeisterschaften 15-mal gewonnen“, sagt Graf stolz. Nicht ohne Grund wird die Gruppe von Motorsägen-Marken wie Stihl, Husqvarna und anderen namhaften Firmen unterstützt.
Nicht nur Siegen ist bei Bewerben unser Ziel. Die Wertschätzung der Waldarbeit und Holzwirtschaft soll gesteigert werden!
Armin Graf, Trainer des österreichischen Nationalteams für Waldarbeit
Doch was ist das Geheimnis für diesen Erfolg?
„Wir haben keines. Wir geben sogar unser Wissen weiter, laden zu Schulungen. Ausschlaggebend ist hartes Training und der Wille. Es ist auch eine Kopfsache!“, so Graf, der seine Schüler von Mentoren betreuen lässt.
Morgenstern weiß nur zu gut, wovon sein Lehrer spricht: „Während Freunde feierten, hielt ich mich in meiner Jugend auf Wettbewerben auf, baute mein Wissen aus“, sagt der Weltmeister, der sich den Titel 2023 in Estland holte. Kein geringeres Ziel, als diesen zu verteidigen, hat der hauptberufliche Pilot auch heuer.
Die Vorbereitungen für die WM im September in Wien laufen auf Hochtouren. Sechs Kärntner werden heuer dabei sein: „Wir sind mit Mathias, Jürgen Erlacher, Michael Ramsbacher, Carina Modl, Martin Weiß und Wolfram Pilgram-Huber super aufgestellt!“, freut sich der österreichische Trainer für Waldarbeit.
Was sich der Oberkärntner Verein aus gut 50 aktiven Mitgliedern wünscht: „Dass die WM eine richtige WM wird. Derzeit wird Waldsport ja hauptsächlich in Eurasien ausgeübt. Daran arbeiten wir, wollen, dass weltweit noch mehr Länder mitmachen!“, ergänzt Graf.
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