In St. Jakob am Thurn (Gemeinde Puch) wird jährlich eine mehr als 500-jährige Tradition gepflegt. Besucher des Jakobikirtags kommen dabei am Sonntag den ganzen Tag auf ihre Kosten.
Die 75 Mitglieder der Jakobischützen haben sich ein Ziel gesetzt: Ihre besondere Tracht, das „hispanische Röckl“ zu hegen, zu pflegen und zu bewahren. Dabei ragen die Wurzeln tief in die regionale Vergangenheit zurück. Denn gegründet wurden sie als Abwehrtruppe zur Zeit der Türken- und Tartareneinfälle. Sie blicken so auf eine Geschichte zurück, die weit älter als 500 Jahre ist.
Die Gründung geht auf das Jahr 1476 zurück, als sich Mitglieder der Jakobibruderschaft zu einer Bauernwehr vereint haben. Der Name leitet sich vom Apostel „Jakobus“ ab – damals weltweit verehrt.
Typisch für die heutigen Jakobischützen ist eben das „rote hispanische Röckl“, das seit 1738 ihr Markenzeichen ist. „Echte Schützen“ wurden sie erst um 1800, als die Prangerstutzen dazukamen. Es folgte eine Zeit des Vergessens, ehe sie 1926 von Kuno Brandauer wieder ins Leben gerufen wurden.
Seither erinnert der jährliche Jakobi-Kirtag an die traditionsreiche Geschichte der Jakobischützen. Heute zählt der Verein 70 Mann, zwei Marketenderinnen und drei Schinagl. Die Aufgabe der Truppe: Brauchtum und Tracht bewahren.
Eben deshalb findet jährlich am letzten Juli-Wochenende der Jakobi-Kirtag im Pucher Ortsteil statt – am heutigen 28. Juli. Gestartet wird um 8.30 Uhr mit dem Gottesdienst und der Jakobi-Prozession, gefolgt von Festzeltgaudi. Dann gibt’s das Highlight des Tages: Um 16 Uhr findet der Schützentanz am St. Jakober Fußballplatz statt, ehe der Kirtag im Festzelt ausklingt.
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