In Österreich gibt es knapp 200 Naturwaldreservate, in denen Fauna und Flora weitgehend ungestört gedeihen können. Tiroler Spirken gehören nun auch zu so einem Reservat. Und das hat gute Gründe.
Spirken gehören zu den besonders seltenen und deshalb gefährdeten Baumarten in Europa. Sie stammen aus der Familie der Kieferngewächse und sind eng mit der strauchförmigen Latsche verwandt. Spirken bilden allerdings einen Stamm aus und können bis zu 25 Meter hoch werden.
Mehr Schutz auf einer Fläche von 30 Fußballfeldern
Im größten Naturpark Österreichs, im Karwendel, können Wanderer in der Nähe von Scharnitz Prachtexemplare der Spirke bewundern. Dort – im Hinterautal – können diese Bäume zumindest in den nächsten zwei Jahrzehnten unbehelligt gedeihen.
Auf knapp 24 Hektar – das entspricht einer Fläche von rund 30 Fußballfeldern – wird dort ein neues Naturwaldreservat eingerichtet.
„Im neuen Spirkenreservat können sich andere Pflanzen und Tiere genauso ungestört entwickeln, wie in den restlichen rund 55 Naturwaldreservaten Tirols auf knapp 3700 Hektar Gesamtfläche“, erklärte dazu Naturschutzlandesrat René Zumtobel kürzlich bei einem Besuch vor Ort.
Auf zumindest 20 Jahre wird der Hinterautaler Spirkenwald forstwirtschaftlich nicht genutzt – das beinhaltet die Vereinbarung, die zum Schutz der seltenen Bäume getroffen wurde. Auch sonst sollen menschliche Einflüsse so gering wie möglich gehalten werden – fast wie in einem Urwald. Ausgenommen ist die notwendige Jagd, damit sich das Wild nicht überproportional vermehrt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.