Einen heftigen politischen Wirbel lösten die von der „Krone“ enthüllten Ideen, wie man das LKH Bad Aussee nach seinem Aus weiternutzen könnte, aus. Die Opposition fordert ein sofortiges Einstampfen der Pläne für das Liezener Leitspital.
Hohe Wellen schlug die „Krone“-Enthüllung über die geheimen Nachnutzungspläne des angezählten Krankenhauses Bad Aussee: Mit dem Betriebsstart des Leitspitals Liezen soll das LKH zu einem Gesundheitszentrum umgewandelt werden. Im Primärversorgungszentrum integriert würde, so die Idee, eine neue Rotkreuz-Dienststelle samt Notarzt-Stützpunkt.
„Zentralklinikpläne aus Eis legen!“
Auf die Landesregierung prasselte umgehend heftige Kritik aus Oppositionsreihen ein. FPÖ-Gesundheitssprecher Marco Triller fordert ÖVP und SPÖ auf, „die Zentralklinikpläne bis zur Landtagswahl auf Eis legen. Es kann nicht sein, dass horrende Summen für diverse Nachnutzungskonzepte ausgegeben werden, obwohl es möglicherweise gar nicht zum Leitspital-Bau kommt.“
Das durchgesickerte Nachnutzungskonzept ist nur ein weiteres Placebo, das die Bevölkerung in falscher Sicherheit wiegen soll.
FPÖ-Gesundheitssprecher Marco Triller
Es brauche ein seriöses Gesamtkonzept für die Nachnutzung aller drei Standorte, verlangt der grüne Kontrollsprecher Lambert Schönleitner. „Das, was hier als zukunftsorientierte Nachnutzung präsentiert wird, ist das Mindestmaß an medizinischer Versorgung – und nicht mehr.“
„Die Ausseer Bevölkerung kommt bereits in den Genuss eines breiten medizinischen Angebots – nämlich im LKH Bad Aussee“, schüttelt KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler den Kopf.
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