Zwei tragische Fensterstürze schockierten zuletzt in Oberösterreich. Bei einem davon gibt es nun gute Nachrichten aus dem Krankenhaus, die schon fast an ein medizinisches Wunder grenzen. Währenddessen laufen in beiden Fällen auch Ermittlungen.
Am 1. Juli stürzte in Weyer, wie berichtet, ein Vierjähriger aus einem Fenster im zweiten Stock neun Meter ab und schlug auf dem harten Asphalt auf. Ein Rettungshubschrauber flog den Bub mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Kepler Uniklinikum. Von dort erfuhr die „Krone“ nun: „Der Patient konnte entlassen werden und ist wieder zu Hause.“
Kritisch ist dagegen nach wie vor der Zustand eines 18 Monate alten Babys, das am Montag in Niederthalheim in einem unbeobachteten Moment über die Couch auf ein Fensterbrett geklettert sein dürfte und aus dem ersten Stock stürzte. Das Kleinkind liegt laut Kepler Uniklinikum weiter auf der Intensivstation.
Strafantrag, Einstellung oder Diversion für Mutter
Für die Eltern wohl nur Nebensache sind nach solchen tragischen Unfällen die standardmäßigen Ermittlungen. Zum Fall in Weyer heißt es von der Staatsanwaltschaft Steyr: „Die Polizei hat wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen die Mutter ermittelt.“ Die 26-Jährige soll zum Unglückszeitpunkt gerade auf der Toilette gewesen sein.
In den kommenden Wochen wird die Staatsanwaltschaft auf Basis des Polizeiberichts entscheiden, wie das Verfahren weitergeht. „Entweder mit einem Strafantrag, einer Diversion oder der Einstellung“, so eine Sprecherin. In Niederthalheim stehen die Ermittlungen freilich erst am Anfang.
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