Nachdem ein Streit in einem Einkaufszentrum in St. Pölten eskaliert war, stehen nun zwei Jugendliche (17 und 18 Jahre) wegen gefährlicher Drohung und Unterdrückung eines Beweismittels vor Gericht in Niederösterreich. Der Prozess wurde vertagt.
„Komm zur Garage, wenn du ein Mann bist“, lautete die klare Botschaft eines Jugendlichen in Richtung seines Kontrahenten im Einkaufszentrum Promenade in St. Pölten. Durch weitere Beschimpfungen genügend angestachelt, ließ sich dieser auch nicht lange bitten. „Wir gehen kämpfen“, wurde schnell Verstärkung zusammengetrommelt.
Mit Pistole bedroht
Es kam zum großen Showdown mitten in der Landeshauptstadt. In der Garage spitzte sich der Streit dann dramatisch zu: Einer der fünf Burschen zückte plötzlich ein Klappmesser. Daraufhin zog ein 18-Jähriger seine Pistole und zielte mit dem Lauf auf sein Gegenüber. „Ich dachte mir, das geht sicher nicht gut aus“, erklärt ein Security, der die Gruppe schon länger beobachtet hatte und den Streithanseln vorsorglich vom Untergeschoss in die Garage gefolgt war.
Nun mussten sich der 18-Jährige und sein 17-jähriger Kumpel wegen gefährlicher Drohung und Unterdrückung eines Beweismittels vor Gericht verantworten. „Ich schieß’ dich ab“, soll der 18-Jährige seinem Gegenüber mit gezogener Waffe gedroht haben.
Prozess wurde vertagt
Nachdem er gerichtlich vorbelastet ist, gab er die Waffe – eine Schreckschusspistole – danach kurzerhand seinem Freund, um sie wegzuwerfen. Dass dieser damit ein Beweismittel verschwinden ließ, ist dem 17-Jährigen durchaus bewusst. „Ich fühle mich deswegen schuldig“, gibt er zu Protokoll. Nachdem zwei Zeugen unentschuldigt gefehlt hatten, wurde der Prozess vertagt.
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